Schlagwort: Tübingen Wilde Linde

  • Tübingen: Wilde Linde stabilisiert sich

    Das Orga-Team der Wilden Linde war dieses Jahr lange außer Gefecht gesetzt. Sie sind nur zu zweit, der eine hatte einen schweren Unfall, der andere war lange im Ausland. Es gab weniger Gärtner*innen. Es ist ihnen aber gelungen, dass wieder mehr Leute kommen. Zum einen hat ein Artikel in der örtlichen Tageszeitung (Sep 2024) geholfen https://www.swp.de/lokales/tuebingen/tuebingen-engagement-gartenprojekt-in-tuebinger-jahnallee-sucht-neue-mitgaertner-637187.html und zum anderen hat ein Aushang/ein von einer befreundeten Künstlerin handgemaltes Plakat in einem Foodsharing Café, nachdem Georg (der Hauptansprechpartner) den schon wieder abgehängt hatte, sich eine Familie gemeldet, die ganz zuverlässig mitgärtnert. Georg ist frustriert, dass sich oft Interessierte melden, er Termine bekannt gibt, dann die Leute aber nicht komme. Oder nur einmal.

    Sie haben für 2025 alles aus eigener Tasche finanziert (mit der Gewissheit, dass sie bei uns einen Antrag stellen und den bewilligt bekommen).

    Andere Finanzierungsquellen haben sie noch nicht erschlossen (wir haben sie jedes Jahr gefördert), sie haben aber Material aus aufgegebenen Kleingärten bekomen und ein Mitgärtner hat eignes Gartenwerkzeug eingebracht.

    Die Gesamtgartensituation ist Folgende: Alle regulären Garten Termine (2 Mal in der Woche) haben stattgefunden. Im Vergleich zu Vorjahren ist die Personenzahl an verlässlichen Mitarbeitern im Garten gewachsen, so dass wir nun ca. 10 Personen sind, die regelmäßig im Garten arbeiten. Die ganze Gartenfläche wurde regulär bearbeitet und bepflanzt. Ein neuer Termin für das Treffen der vier Verantwortlichen ist für den 28.11. angesetzt

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  • Tübingen: wieder mehr Gärtner*innen bei der Wilden Linde

    (Sachbericht)

    Der Gemeinschaftsgarten ist seit 2024 bei NABU eingetragen als torffreier Garten und partzipiert
    ebenso in der Initatve Blühende Wiese, die von der Abteilung Evolutonsbiologie an der Universität Tübingen organisiert wird. Aus beiden Beteiligungen leiten sich Prinzipien der Bewirtschaung des Gartens ab, die folgende Charta noch ausspezifizieren.
    Erarbeitung einer Gartencharta
    Wir haben folgende Punkte als Grundlage zur Zusammenarbeit im Garten erarbeitet:
    1. Menschen, Tiere und Pflanzen werden respektvoll behandelt, in Wort und Tat
    2. Pflanzenvielfalt, Tiervielfalt und Ertrag für den Menschen sind gleichermaßen wichZg
    3. Beikrautpflanzen, die Insekten dienen, sind ein wertvoller Bestandteil des Gartens und gehören
    dazu
    4. Chemisch-synthetsche Hilfsmittel (z.B. Schneckenkorn, synthethscher Dünger) werden maßvoll und
    tendenziell wenig verwendet

    Mitmachende
    Im Laufe des Jahres 2024 haben zwischen sieben und 12 Leute im Garten mitgearbeitet. Wir sind froh
    wieder mehr Leute gewonnen zu haben, die regelmäßig dabei sind. Ein Artkel in der Lokalzeitung
    „Schwäbisches Tagblatt“ hat uns viel positve Resonanz gebracht.
    Vernetzung
    Wir haben den Garten auf dem „Markt der Vereine“ vorgestellt, wo lokale Initativen um Mitglieder
    unter Neubürgern Tübingens werben können, und stehen zusätzlich im Austausch mit der „Umwelt-
    AG“ des Wildermuth-Gymnasiums, um über eine mögliche Beteiligung der Schüler*innen im
    nächsten Jahr zu verhandeln. Für Schüler der benachbarten Grundschule Lindenbrunnen wird im
    April eine sogenannte Elter-AG angeboten, wo Schüler und Schülerinnen Schwebfliegelagunen bauen
    werden. Außerdem hat sich der Garten als „troffreier Garten“ (bei Nabu) und „Bunte Wiese“ (bei
    einem EU-geförderten Projekt der Universität Tübingen) registrieren lassen.

    Dauer der Gartensaison
    Das Gartenjahr hat dieses Jahr (2024) Anfang März begonnen und Ende November geendet. In dieser
    Zeit haben wir uns wöchentlich dienstags und freitags von 15.30 bis 18.00 Uhr getroffen, insgesamt
    also ca. 70 mal. In der heißen Jahreszeit gab es zusätzliche Gießtermine.

    Wetter und Ertrag
    Das Jahr 2024 war insgesamt regenreich. Trotzdem hat sich der Schneckenfraß dieses Jahr in Grenzen
    gehalten, allerdings wurden erstmalig die an sich resistenten Wildtomaten von Braunfäule befallen.
    Wir haNen einen unterdurchschniNlichen Ertrag, obwohl wir deutlich mehr gedüngt haben al in
    vergangenen Jahren

    Standardprogramm
    Wie in jedem Jahr wurden im Frühjahr acht Gemüsebeete bearbeitet. Insektenfreundliche
    Wildpflanzen wie NachtschaNen, Königskerze, Wiesenkerbel, Schafgarbe und Karde wurden als
    Bienenweide stehen gelassen.
    Am Samstag, dem 11. Mai war der Pflanztag für alle wärmeempfindlichen Setzlinge. Im Juli wurde
    Zuckerhut und Endiviensalat gepflanzt. Im September und Oktober wurde Ackersalat gesetzt.
    Der Kompost wurde im April und im Oktober umgesetzt. Die Wiese und Wege wurden gesenst und
    der GrasschniN wurde zum Mulchen der Beerensträucher verwendet.

    Zusätzliche Maßnahmen
    Neben dem Standardprogramm gab es in diesem Jahr einige kreative gärtnerische Initativen:
    • Anlage eines kleinen Kartoffelbeets
    • Pflanzung einer Feige, mehrerer Kirschbäume, eines Winterjasmin sowie mehrerer
    Beerensträucher, gezogen aus Stecklingen
    • Umpflanzung zweier Himbeeren aus SchaNen- in Sonnenbereich
    • Kompostkasten aus Weidenruten gebaut
    • Neuanlage einer Benjes-Hecke
    • Brombeeren-RückschniN
    • Pflanzung von im Jahr zuvor gesammelten Brutzwiebeln von Knoblauch
    Eigenbeitrag (finanziell und materiell)
    • Geschenk einer Feige, einiger junger Kirschbäume, einer Haselnuss, eines Winterjasmin, sowie
    selbstangezogener Tomatenpflanzen, insbesondere Wildtomaten
    • Sammeln, Trocknen, Beschri-en und Auoewahren von Wildblumensamen (z.B. Rotklee,
    Ödermännig und Gundermann)
    • Geschenk einer relaZv großen Menge Holz eines in der unmiNelbaren Nähe gefällten Baumes (ca. 4
    Kubikmeter) und Verarbeitung durch, Philip, ein Mitglied des Gartens
    • Geschenk zweier Hochbeete vom scheidenden Pop-Up Gemeinscha-sgarten „Gleisgarten“
    Themen mit denen wir uns auseinandersetzen

    Ein wichtiges Thema ist der Wunsch nach dauerha-en verlässlichen Mitgärtnern und verlässlicher
    Wasserversorgung.

    Wintertreffen
    Es fanden drei Wintertreffen zwischen November und Ende Jan

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  • Tübingen: Wilde Linde will wachsen

    (Antrag, ANtworten)

    Wir werden in die Gartensaison 2024 je nach WeNer zwischen 1.3. und 19.3. mit einem Team von
    sechs Personen starten.
    Wir haben uns im Januar als Plenum zur Jahresplanung 2024 getroffen und es gibt seitdem ein
    OrganisaPonsteam von drei Personen, die organisatorische, planerische und kommunikaPve
    Aufgaben bis auf Weiteres übernehmen.
    Pflanzenbaulich möchten wir in 2024 zusätzlich zu unseren üblichen TäPgkeiten, die im Jahresbericht
    2022 beschrieben sind, Folgendes umsetzen:
    • BeerenstrauchsschniN zur Verjüngung
    • Stecklingsvermehrung der Beerensträucher
    • Pflanzen von Brombeeren
    • Maßnahmen ergreifen, um unsere große Wiesenflächen zwischen Kräuterbeet und Kompost
    blühender zu machen
    • Ergänzende Randsteine für unser Kräuter-, Wucher- und Heilpflanzenbeet anschaffen und
    verlegen
    • Weitere Pflanzen wie Winterkopfsalat und gelbe Beete (siehe Kostenaufstellung) zum ersten
    Mal anbauen
    • Einen weiteren Komposthaufen errichten (aus eigenen ökologischen Materialien, ohne
    Kosten)

    1. Was für Ideen habt ihr, dass sich die Gartengruppe vergrößert? Was habt ihr da im letzten Jahr für gemacht? Drei bis zehn Menschen ist ja im Durchschnitt ja doch recht wenig.

    Wir haben ein neues Plakat gut sichtbar angebracht, um ‚Laufkundschaft‘ zu akquirieren;  eine eingeschlafene umfangreiche externe Mailingliste reaktiviert, um frühere Interessenten erneut anzusprechen; Lehrer des nahegelegenen Kepler-Gymnasiums angesprochen, um eine Kooperation zu initiieren, nachdem unsere Kooperation mit der benachbarten Grundschule eingeschlafen ist; die Vernetzung mit dem Gemeinschaftsgarten Grünen Tilsiter bei einem Treffen im Werkstadthaus und einem Grillfest verstärkt, um uns spezifisch über unser geteiltes Problem der Akquise auszutauschen; wir haben uns bei der Initiative torffreie Gärten des Nabu angemeldet und werden deren Schild gut sichtbar anbringen, um Interessierte damit anzusprechen; wir sind dabei über die lokale Zeitungen (Tübingen im Fokus und Schwäbisches Tagblatt) für unseren Gemeinschaftsgarten zu weben.    

    1. Wie wollt ihr unabhängiger von unserer Förderung werden?

    Wir wollen mehr Spenden und Eigenbeiträge einsammeln und prüfen zudem, ob wir über den Verleih unserer Geräte etwas einnehmen können (und dabei auch vllt. Mitwirkende finden)

    1. Was für andere Finanzierungsmöglichkeiten seht ihr? Worum habt ihr euch gekümmert?

    Wir haben uns über Hanna beim Werkstadthaus erneut nach der Möglichkeit eines Paypal-Spendenkontos erkundigt und sie hat die Frage an die Kassenwärtin des Werkstadthauses weitergeleitet. Damit könnten wir flexibel und einfach Spenden von Mitwirkenden oder sonstigen Interessierten einsammeln.

    1. Habt ihr mal kürzlich bei der Stadt nachgefragt? In immer mehr Städten und Kommunen gibt es ja Fördermöglichkeiten für Gemeinschaftsgärten u.a. bzgl. Klimaschutz und Biodiversität.

    Das haben wir nicht, ist aber ein sehr guter Hinweis.  Vielen Dank! Wir erkundigen uns zunächst einmal beim Tübinger Förderprogramm für Artenvielfalt (was sich allerdings an Mieter und Eigentümer richtet).

    1. Es laufen derzeit ja viele Tauschbörsen für Saatgut und Jungpflanzen: seid ihr da mal hin gegangen? Andere Gemeinschaftsgärten bekommen dort einen großen Anteil der Samen oder auch Jungpflanzen, die sie brauchen.

    Danke auch für diesen Hinweis! Wir werden zu einer Tauschbörse in Tübingen gehen und schauen, ob wir dort Saatgut bekommen.  Zudem versuchen wir, über einen Bekannten für diese Saison Saatgut aus der Saatgut-Bibliothek Konstanz zu bekommen. Das Problem hierbei ist, dass wir seblst derzeit nichts anzubieten und kaum die Kapazitäten haben, Saatgut zu produzieren.

    1. Wie beteiligen sich die Gärtner*innen inzwischen an den Kosten?

    Sie beteiligen sich vermehrt mit einzelnen Spenden und Geschenke, die in den Berichten zusammfassend aufgelistet sind.

    1. Und wie ist der Stand mit den Beeten und der Ernte? Ist das alles gemeinschaftlich?

    Ja, es wird alles gemeinschaftlich geerntet.


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