Schlagwort: urbane Landwirtschaft

  • Zittau: GeLaWi hat erfolgreiche Saison hinter sich

    (Sachbericht und Antworten)

    Gemeinsam mit dem Trägerverein Kraut & Rüben e.V. wollen wir rund 6000 m² Ackerland aus eigener Hand
    bewirtschaften, um Obst und Gemüse regional, biologisch und nach den Grundsätzen der Permakultur anzubauen:
    GeLaWi – Landwirtschaft neu denken.
    Worum geht es?
    Unter dem Projekttitel GeLaWi – „Gemeinsame Landwirtschaft“ wollen wir Ackerflächen selbst bewirtschaften.
    Hier soll nach den Grundsätzen der Permakultur (nach Bill Mollison) eigenes Obst und Gemüse angebaut werden.
    Die Fläche liegt direkt an der Stadtgrenze und nur wenige Gehminuten von unserem Dorfladen entfernt. Wir streben
    keine ertragsorientierte Wirtschaft an. Vielmehr wollen wir einen Rückzugsort schaffen, an dem Eltern, Kinder und
    weitere Interessierte die Möglichkeit haben, sich auszuprobieren. Bei regelmäßigen Garteneinsätzen werden wir
    Kinder für die Zusammenhänge unseres Ökosystems sensibilisieren und Begeisterung für Natur und Umwelt
    schaffen. In Bezug auf das Lernkonzept setzen wir auf Freiwilligkeit und spielerisches Lernen. Fachlich werden
    unsere Veranstaltungen durch staatlich geprüfte Waldpädagog*innen und Erzieher*innen organisiert und begleitet.
    Wir teilen Arbeit und Ertrag.

    Sachbericht Förderung 2024: Unser Ziel, 100 kg Kartoffeln zu ernten, wurde weitestgehend erreicht. Gut 80 kg Kartoffeln
    konnten wir am Saisonende unter uns aufteilen. Dank der konsequenten Anwendung der
    Permakultur-Prinzipien konnten wir nicht nur den geplanten Kartoffelertrag sichern, sondern
    darüber hinaus eine Vielzahl an Gemüsepflanzen erfolgreich kultivieren. Darunter waren
    Intensivgemüse, wie Gurken, Tomaten und Paprika (inkl. Chili) über „normale“ Gartenbaugemüse,
    wie verschiedene Salate, Bohnen, Mais, Kohl und Kürbis bis hin zu Sonderkulturen, wie
    Wassermelonen, Tomatillos und Kräuter. Aufgrund der Spätfroste im Frühjahr konnten keinerlei
    (Fall-)Obst oder Beerenobst geerntet werden.
    Die Ernte wurde unter den teilnehmenden Mitgliedern fair verteilt und im Rahmen der
    wöchentlichen Treffen auch für unsere Bildungszwecke genutzt. Im Rahmen der BNE-
    Veranstaltungen haben wir beispielsweise erstmals Süßlupine kultiviert, zunächst mit dem Ziel
    Erfahrungen hinsichtlich Bodenbedürfnissen, Ertrag und Pflegeaufwand zu sammeln. Im laufenden
    Gartenjahr soll diese als Zwischenfrucht in größerem Maßstab angebaut werden, um anschließend
    im Röstprozess eine „Kaffeealterntive“ daraus zu produzieren. Die Partnerschaft übernimmt eine
    regionale Rösterei.
    Der GeLaWi-Acker hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für Familien mit Kindern entwickelt.
    Mindestens einmal monatlich waren mehrere Familien gleichzeitig vor Ort, um gemeinsam zu
    gärtnern, zu lernen oder sich einfach in der Natur aufzuhalten. Dadurch wurde das Ziel, einen
    stadtnahen Rückzugsort zu schaffen, nachhaltig erreicht.
    Ein weiteres Ziel war der Aufbau einer lokalen Vermarktungsstruktur mit emissionsarmer
    Logistik. Durch das Projekt konnte eine regelmäßige Verbindung zwischen dem GeLaWi-Projekt und unserem Dorfladen geschaffen werden. Erste, wenige Überschüsse haben wir abgesetzt und
    einen kleinen Teil der Projektkosten refinaziert. Ziel bleibt der weitere Auf- und Ausbau lokaler
    Wertschöpfungsketten.

    Antworten (Förderantrag 2025):

    > Wie groß ist die Gruppeinzwischen, die gärtnert?Sind „Neue“ dazu

    > gekommen? Wie werden potentiell Interessierte aufmerksam auf den Garten?

    Wir sind aktuell *jede Woche* 4 Familien mit durchschnittlich 14 Leuten, davon 6-7 Kinder. Zudem ist eine alleinstehende Dame regelmäßig anwesend.

    Zeitweise kommen weitere Interessenten hinzu; insbesondere zu unseren Tagen der offenen Gärtnerei und „Sondertagen“, wie z.B. Saatgutbörse, Kartoffelfest, Saisonauftakt oder Bautagen.

    > Wird noch alles gemeinschaftlich bewirtschaftet?

    ja, ausschließlich und weiterhin.

    > Was für „Real-Experimente“ konnten 2024 gemacht werden?

    Süßlupine anbauen, „bis zum Grundwasser graben“, Laufenten als „Schneckenpolizei“ einsetzen, Gewächshausbewässerung mittels Ollas, heimische Blumen für Blumensträuße (Slow Flowers) anbauen, Schwerkraft-Bewässerung vorbereiten…

    > Konnten schon die geplanten Strukturenwie Hügel- und Hochbeete und

    > Benjeshecke umgesetzt werden?

    Ja, wir haben eine Benjeshecke angelegt und Strukturelemente geschaffen.

    Diese werden weiterhin ausgebaut.

    > Was passiert mit der Ernte?

    Sie wird 1x in der Woche nach den Gärtnerei-Treffen aufgeteilt. Sofern Überschüsse bleiben, können wir diese teils über unseren Trägerverein absetzen oder für Gemeinschaftsaktionen zur Verfügung stellen.

    > Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?

    Bisher noch gar nicht. Wir querfinanzieren über unseren Trägerverein und privat.

     

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  • Allmende Bonnekamphöhe in Essen entwickelt sich weiter

    (Gu aus Antrag und Fragen)
    [Sachbericht 2016/17 ist bei den Sachberichten abgelegt/diese sind im Ordner „Anträge“ bei anstiftung intern]

    1.       Urbane Landwirtschaft:

    Hier geht es um den Aufbau eines Gärtnerhofes im Sinne von Ernährungssouveränität, Regionalisierung und Umweltbildung. Es sollen interessierte AbnehmerInnen mit ökologisch angebautem Gemüse versorgt werden. Alle auf dem Gelände gebrauchten Jungpflanzen werden hier angezogen, Überschuss den angrenzenden Kleingärten etc. angeboten.

    Die Stiftung stellt das Gelände und die bisher geschaffene Struktur zur Verfügung (Zäune, Brunnenbohrung, Stromversorgung, Bewässerungsteich, Schuppen).

    Zur urbanen Landwirtschaft gehören ebenfalls 10 bis 15 Bienenvölker, die von einem Hobby-Imker betreut werden.

    Alle laufenden Kosten wurden bisher durch Spenden aufgebracht und im Sinne der Stiftungszwecke verwendet als Anschub für die Entwicklung von Subsistenz, Nahrungssouveränität, Regionalisierung.

    Es arbeiten hier 2 Personen hauptverantwortlich (ab 2018 als Existenzgründer) und zwei junge Männer aus einer WfbM.

    Bisher gibt es 27 Beete a 9qm (243qm), sowie 3 Beete (insgesamt 700qm) für Feingemüse, 1 Folientunnel a 250 qm). In diesem Jahr soll ein weiteres Areal von ca 1000 qm neu mit in den Anbau einbezogen werden. Diese Flächen werden nach den Prinzipien der Permakultur bewirtschaftet.

    Alle laufenden Kosten wurden hier bisher durch Spenden aufgebracht (auch Abgabe des angebauten Gemüses). 2018 wird mit der offiziellen Vermarktung begonnen.

    2.       Mitmachgärten:

    In einem separaten Teil des 3 Hektar großen Geländes werden ca 80 qm in diesem Jahr als Mitmachfläche bewirtschaftet.

    Angrenzend hat eine 10er StudentenWG ca 30 qm Brombeeren gerodet für den Gemüseanbau und pflanzt dort Gemüse an für den eigenen Bedarf.

    In den Mitmachgärten wurden im Winter jeden 3. Samstag im Monat Treffen zu gemeinschaftlichen Aktionen durchgeführt. Ab März werden die Treffen wöchentlich stattfinden, bzw. es sind jederzeit auch an den anderen Wochentagen Aktionen möglich.

    Die MitmachgärtnerInnen bearbeiten seit Herbst 2017 diesen separaten Bereich, können sich aber nach Absprache an den Arbeiten im Permakulturanbau beteiligen, im Rahmen ihrer Kennnisse Workshops anbieten, Feste organisieren, etc.

    Die Zahl der Mitarbeitenden schwankt und ebenso die Intensität des (ehrenamtlichen) Engagements. Der kontinuierliche Kern der Gruppe besteht aus ca 10 bis 15 Personen. Weitere sporadisch Mitarbeitende in unterschiedlichster Form sind ca 50 Personen.

    Wer sich bei den Mitmachbeeten verbindlich engagiert, wird 2018 um eine Spende gebeten, um die Kosten der Stiftung für die bereit gestellte Infrastruktur (Strom, Wasser, Wegebau, etc) gemeinsam zu tragen.

    Ein „Naschpfad“ ist im Entstehen, ebenfalls von MitgärtnerInnen initiiert. Hier ist ein ca 150 Meter langer Weg im Herbst 2016, sowie Frühjahr 2018 mit 25 Obstbäumen (vorwiegend alte Sorten) bepflanzt, ca 100 Beerensträucher werden dazu kommen.

    Der „Naschpfad“ soll vor allen Dingen für Kindergärten und Schulklassen zugänglich sein, um in einer Art „grünem Klassenzimmer“ die vielfältigen Beziehungen zwischen Pflanzen, Insekten, Witterung,

    Pflegemaßnahmen, sowie Aussehen, Duft und Geschmack der verschiedenen Obstsorten, Ernte und Verarbeitung erlebbar zu machen.

    3.       Zusammenarbeit mit der Universität Essen-Duisburg

    Ein Praxisseminar der Universität Essen (für Biologie-Lehramtsstudierende) wurde und wird im Sommersemester angeboten, betreut von einem qualifizierten Mitgärtner. Es geht zunächst um das Anlegen und bewirtschaften eines Gemüsegartens. Ein anderer Themenkomplex „Heilpflanzen“ soll 2018 im Rahmen des Seminars ausgebaut werden. Dazu werden entlang eines Weges verschiedene Kräuter und Heilpflanzenbeete angelegt und gepflegt. Im Wintersemester werden von den geernteten Pflanzen Auszüge, Tinkturen, Salben, etc. hergestellt.

    Die Finanzierung dieses Bereichs läuft über die Universität Essen-Duisburg.

    Wieso hat sich die Fläche des Mitmachgartens denn verkleinert? Im letzten Antrag waren es 100 – 200m². Hat der Mitmachgarten einen festen Platz auf dem Gelände?

    Antwort: Das ist eine der Veränderungen des letzten Jahres. Es haben sich deutlichere Strukturen gebildet. Der Gemeinschaftsgarten hat einen anderen, festen Platz als im letzten Jahr von jetzt 80qm plus den 30qm der WG. Dazu wird auch der Naschpfad weitgehend von der Mitmachgruppe betreut.

          Wie viele Leute haben sich denn 2017 verbindlich für eine Mitarbeit entschieden? Gibt es eine Kerngruppe, die immer kommt? Oder kommen die Leute eher sporadisch? Kommen auch Leute außerhalb der Aktionstage?

    Antwort: Es haben sich verbindlich 13 Leute für die Mitmachgruppe gemeldet. Wie regelmäßig die Anwesenheit ist, kann ich nicht im Voraus sagen. In den letzten Jahren kamen immer wieder sporadisch oder auch verbindlich neue Interessierte hinzu, andere „Verbindliche“ kamen nur noch sporadisch….. das theoretische Interesse ist durchgängig lebhaft und viele Besucher sind begeistert, trotzdem kann das wenig konkret sichtbare Folgen für das Projekt haben.

          Wie viele Beete gibt es in dem Mitmachgarten und was passiert mit der Ernte?

    Antwort: Es gibt acht mit Randsteinen eingefasste Beete und zwei a 10 und 20qm nicht eingefasste Beete, sowie ringsum Blumenstauden, zwei Aprikosenbäume, Himbeersträucher, etc. Dieser Mitmachbereich ist frisch angelegt, also die Dauerbepflanzung noch in den „Kinderschuhen“. Die Ernte wird von den dort Arbeitenden für den Eigenbedarf verkocht, konserviert, etc. Letztes Jahr hatten wir einen Brombeersammeltag über Facebook initiiert (es gibt ca 1000qm wild wachsende Brombeeren auf dem Gelände). Jeder nahm Früchte mit, ein großer Teil wurde aber für die Marmeladenherstellung gespendet (und die wiederum gegen Spenden für die Stiftung abgegeben).

          Wo sollen die Hochbeete aufgestellt werden? Im Mitmachgarten? Wird dieser dann um diese Fläche vergrößert? Warum werden die Beerensträucher nicht direkt in die Erde gepflanzt?

    Antwort: Die Hochbeete sind mehr eine Randeinfassung von ca 30cm Höhe, entlang des “Naschpfades“ (dieser ist Teil der Allmende – also für alle nutzbar), der sich durch eine Wiese schlängelt. Bei den vorherigen Anpflanzungen von Beerensträuchern hat es sich gezeigt, dass die Stauden eingefasst werden müssen, da sie sonst gnadenlos vom Gras überwuchert werden (alternativ wäre eine Pflanzung in schwarzer Folie, die ich nicht wählen würde). Der Pflegeaufwand wäre ohne Einfassung zu groß. Die Erde ist sehr schwerer Lehm- bzw. Tonboden der extrem stickstoffarm ist (am Hang des Geländes gab es bis Mitte des vorigen Jahrhunderts eine Ziegelei), gepflanzte Bäume und Sträucher brauchen ein großes Pflanzloch mit viel guter Erde.

          Wer wird an dem Hochbeetbauworkshop teilnehmen?

    Antwort: Im vergangenen Jahr haben sich Alle an Allem beteiligt (über Transition Town wird die Veranstaltung öffentlich angekündigt) und so werden wir es in diesem Jahr auch anbieten. Es sollen mehrere 2,50m lange, 59/60cm breite, nach unten offene „Rahmen“ gebaut werden, in den Ecken gespitzte Pflöcke, die man in die Erde schlägt. Da hinein kommt der Mutterboden und Pflanzerde. Außerdem ist noch ein Gerätehaus für den Gemeinschaftsgarten geplant.

          25 kg Hornspäne und 50 kg Steinmehl kommen mir sehr viel für 80m² Fläche vor. Ist die Erde dort so schlecht? Gibt es keinen Kompost? Hatten Sie Probleme mit der Pflanzengesundheit?

    Antwort: Da wir diesen Bereich erst im Herbst vergangenen Jahres angefangen haben zu bewirtschaften, gibt es wenig eigenen Kompost. Der Permakulturbereich hat eine lange Kompostmiete angelegt, braucht aber für die neu zu bewirtschaftenden 1000qm jeden Krümel davon. Und ja, der Boden ist wirklich sehr schlecht. Horn- und Steinmehl können auch für die Sträucher und Bäume des Naschpfades genutzt werden.

    Wir hatten bisher keine erwähnbaren Probleme mit der Pflanzengesundheit. Es wird versucht eine günstige Pflanzenmischung, bzw. Fruchtfolge zu beachten. Außerdem scheint das Verhältnis von Schädlingen und Nützlingen im Sinne der Pflanzengesundheit zu funktionieren.


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  • urbane Landwirtschaft und Mitmachgarten auf der Bonnekamphöhe

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    Die Bonnekamphöhe im Essener Bezirk 6 ist ein Modellprojekt für urbane Landwirt­schaft nach dem Gärtnerhof-Prinzip. Wir wollen zeigen, dass eine im Sinne der regio­nalen Ernährungssouveränität produktive Nutzung der verinselten Freiflächen im Emscher Landschaftspark möglich ist. Dabei spielt auch die Integration ansonsten schwer vermittelbarer Menschen in sinnvolle, kooperative Arbeit eine wichtige Rolle.
    Gleichzeitig entsteht auf dem knapp drei Hektar großen Areal ein Natur-Erlebnis-Park. Sowohl Kinder als auch Erwachsene haben hier die Möglichkeit, heimische Artenvielfalt und ökologische Zusammenhänge zu erleben und zu verstehen.Thematische Schwerpunkte sind z.B. Biodiver­sität, Wechselwirkungen zwischen Natur und Kultur, biologische Erzeugung von Nah­rungsmitteln sowie Ernährungsbewusstsein und Förderung praktischer Fertigkeiten.
    Durch die konsequente, extensiv-biologische Bewirtschaftung seit 6 Jahren hat sich eine Art Naturschutzreservat gebildet. Das heißt Artenreichtum/Biodiversität sind „ex­plodiert“.
    Zurzeit soll der biologische Gemüseanbau erweitert, eine Anzahl neuer Mitmachbeete und verschiedene erlebnisorientierte und umweltpädagogische Angebote für Kinder und Erwachsene geschaffen werden.
     

    Grundsätzlich ist festzuhalten, dass sich die „Szene“ um und im Garten auf der Bonnkamphöhe jährlich verändert, Strukturen sind deswegen weitgehend im Wandel, neue Menschen und Ideen kommen hinzu, Altes entwickelt sich oder verschwindet……

    Die Bonnekamp-Stiftung für die integrative Stadt wurde im Herbst 2014 gegründet. Vier Jahre vorher begannen in Privatinitiative die vorbereitenden Arbeiten (Entmüllung des Geländes, Beete- und Wegebau, Brunnenbohrung, Anlegen des Teiches, erste Obstbaumpflanzungen, Folientunnel,etc).

    Das Gelände der Bonnekamp-Stiftung ist insgesamt ca 3 Hektar groß. Darauf verteilt gibt es mehrere weiter unten beschriebene gärtnerische Aktivitäten die zusammengefasst sind unter dem Namen:

    1.       Urbane Landwirtschaft:

    Hier geht es um den Aufbau eines Gärtnerhofes im Sinne von Ernährungssouveränität, Regionalisierung und Umweltbildung. Es sollen ausgewählte Restaurants aber auch Endverbraucher mit ökologisch angebautem Gemüse versorgt werden. Alle auf dem Gelände gebrauchten Jungpflanzen werden hier angezogen, Überschuss den angrenzenden Kleingärten angeboten.
    Die Stiftung stellt das Gelände und die bisher geschaffene Struktur zur Verfügung (Zäune, Brunnenbohrung, Stromversorgung, Bewässerungsteich, Schuppen,). Alle laufenden Kosten werden zurzeit durch Spenden aufgebracht.
    Zur urbanen Landwirtschaft gehören 10 bis 15 Bienenvölker, die von einem Hobby-Imker betreut werden.
    Es arbeiten hier 2 Personen hauptverantwortlich und ein junger Mann aus einer WfB.
    Es gibt 27 Beete a 9 qm für Feingemüse,weitere unterschiedlich große Beete von insgesamt ca 1000 qm (700 qm davon neu in diesem Jahr bewirtschaftet), 1 Folientunnel a 250 qm

    2.       Mitmachgärten:
    Ein Teil der Beete der urbanen Landwirschaft, ca 100 – 200 qm werden in diesem Jahr als Mitmachfläche bewirtschaftet (ca 15 bis 20 Personen, 100 – 200 qm);
    Auf einem anderen Teil des Geländes hat eine 10er StudentenWG ca 30 qm Brombeeren gerodet für den Gemüseanbau und pflanzt dort Gemüse an für den eigenen Bedarf .
    In unmittelbarer Nähe davon hat eine Gruppe der Sozialtherapie der Bruderhausdiakonie weitere ca 80 qm gerodet und wird in diesem Jahr dort gärtnern. Die Erstellungskosten wie Beeteinfassungen, Mutterboden sowie Saatgut werden von der Bruderhausdiakonie erbracht. Im Gegenzug dazu die Infrastruktur des Geländes genutzt.
    Auf einem ca 40 qm großen Beet wird von einem der Mitgärtner mit Permakultur experimentiert.
    Ein „Naschpfad“ ist im Entstehen, ebenfalls von MitgärtnerInnen initiiert. Hier ist ein ca 150 Meter langer Weg im vergangenen Herbst mit 25 Obstbäumen (vorwiegend alte Sorten) bepflanzt, ca 100 Beerensträucher sollen in diesem Frühjahr dazu kommen.
    Ein Praxisseminar der Hochschule Essen wurde und wird im Sommersemester angeboten, betreut von einem qualifizierten Mitgärtner. Es geht um den Themenkomplex „Heilpflanzen“. Dazu werden entlang eines Weges verschiedene Kräuter und Heilpflanzenbeete angelegt und gepflegt. Im Wintersemester werden von den geernteten Pflanzen Auszüge, Tinkturen, Salben, etc hergestellt. Die Finanzierung läuft über die Universität Essen-Duisburg.
    Die Zahl der Mitarbeitenden schwankt und ebenso deren Intensität des (ehrenamtlichen) Engagements. Der kontinuierliche Kern der Gruppe besteht aus ca 10 bis 15 Personen. Weitere Mitarbeitende in unterschiedlichster Form sind ca 50 Personen.
    Wer sich bei den Mitmachbeeten verbindlich engagiert, zahlt 2017 einen noch zu bestimmenden monatlichen Betrag.
    Die beantragte Summe für das Saatgut 2017 wird hauptsächlich von dem Bereich der urbanen Landwirtschaft und den GärtnerInnen der Mitmachbeete genutzt, kommt aber zB als vorgezogene Gemüsepflänzchen allen zugute, bzw es wird getauscht und verschenkt.
    Entscheidungen werden ganz pragmatisch während der Zusammenarbeit oder in unregelmäßigen Gesamttreffen gefunden.


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  • Bonn erstellt Internetportal für urban gardening und will urbane LaWi fördern

    (Gu, FB)

    Ab Februar soll ein Internetportal für Urban Gardening über mögliche Flächen fürs Gärtnern in der Stadt informieren. Auch die SPD hatte einen entsprechenden Antrag gestellt, der an diesem Donnerstag im Bürgerausschuss beraten wird. Gärtnern ist bei Städtern weiterhin beliebt: Die einen mieten sich ganze Ackerstreifen, um in den Sommermonaten regelmäßig frisches Gemüse zu ernten. Andere pflanzen Blumen und Sträucher auf Baumscheiben und auf einem Spielplatz mitten in Bonn an – und pflegen alles auch. Was noch fehlt, ist eine Übersicht aller Projekte, damit sich jeder schnell informieren kann. Doch das soll sich nächsten Monat ändern.

    Die SPD hat einen Antrag gestellt, der an diesem Donnerstag im Bürgerausschuss (Ratssaal Stadthaus, 18 Uhr) erstmals behandelt wird und bis Ende Januar durch die Bezirksgremien bis hin zum Hauptausschuss wandert. „Das neue Grünflächenkonzept sieht vor, dass Flächen, die zurückgebaut werden, zum Beispiel ehemalige Spielplätze, bei Eignung des Geländes für Urban Gardening zur Verfügung gestellt werden“, heißt es im Antrag der SPD-Ratsfraktion. Sie möchte, dass alle möglichen Anbauflächen künftig auf der städtischen Homepage aktuell aufgelistet werden. Wer sich fürs Gärtnern interessiert, soll dort auch alles über die Bedingungen erfahren und selbst Vorschläge machen können, wo sich noch ein Fleckchen für Möhren und Bohnen finden lässt. Das Ganze hat einen Vorteil: Die Stadt muss an den Stellen selbst kein Geld mehr für die Grünpflege ausgeben.

    Eine Stellungnahme der Stadt zum Antrag liegt schon vor: Demnach soll es im Internet bereits Anfang Februar alles Wissenswerte rund ums Urban Gardening geben. Alle Wünsche der SPD in Hinblick auf Verträge und Flächen sollen dabei erfüllt werden. Schon in mehreren Vorlagen habe die Verwaltung über Bürgergärten und das Thema „Essbare Stadt“ informiert und auch zahlreiche Initiativen dazu an einen Tisch geholt. Eine eigene Personalstelle in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sei aber nicht zustande gekommen. Die Zusammenarbeit werde aber weiterhin bestehen. Auch mit anderen Kommunen will die Stadt weiter zusammenarbeiten, etwa mit Frankfurt anlässlich einer Veranstaltung im Bundesamt für Naturschutz in Bonn.

    Es werde auch eine Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Rheinland und zahlreichen weiteren Akteuren an einem konkreten Förderprojekt zur Entwicklung der Urbanen Landwirtschaft geben, heißt es aus dem Stadthaus. Auch beim Integrierten Handlungskonzept Grüne Infrastruktur im Bonner Norden werde Urban Gardening eine große Rolle spielen. Außerdem die Verwaltung man Ausschau nach möglichen Fördertöpfen halten.

    Die Idee, öffentliche Grünflächen zu bepflanzen, entstand in den 70er Jahren in New York. Im Rheinland war Köln Vorreiter beim Urban Gardening. In Bonn haben sich Hobbygärtner – Familien, Anwohner und Studenten – zum Beispiel um triste Ecken auf dem Spielplatz gegenüber dem Hostel „Maxhaus“ gekümmert. Bis Frühjahr vergangenen Jahres gab es in der Ermekeilkaserne einen engagiert gepflegten Garten. Der ist mittlerweile kleiner, weil der Ermekeilinitiative nicht mehr so viel Fläche zur Verfügung steht.

    http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Wo-Bonner-in-der-Stadt-Wirsing-und-M%C3%B6hren-anbauen-k%C3%B6nnen-article3444424.html

    (alerts, 4.5.:)
    Wer in Bonn in der Stadt gärtnern will, kann öffentliche Grundstücke für eine begrenzte Zeit pachten, das ist so eine Art Miete. Im Internet gibt es Fotos von den Freiflächen und Hinweise, ob man graben und Beete anlegen darf und ob es einen Wasseranschluss gibt.
    David Baier, Abteilungsleiter im Amt für Stadtgrün in Bonn, ist neugierig, wie das Angebot bei den Bonnern ankommt. Das Urban Gardening-Projekt stecke nämlich noch in den „Kinderschuhen“, sagt Baier. Aktuell hat die Stadt zirka 40 urbane Gartenflächen zu verpachten – für einen günstigen Preis und auch nur für einen gewissen Zeitraum.
    Die zukünftigen Stadtgärtnerinnen und Stadtgärtner haben aber auch Pflichten: Zum Beispiel Müll entsorgen, Wege freihalten, leere Blumentöpfe wegräumen und bei Bedarf gießen oder mähen. Finanziell rechnen wird sich Urban Gardening für die Stadt Bonn erst nach ein paar Jahren, meint Baier.
    http://www.swr.de/swr2/wissen/urban-gardening/-/id=661224/did=19477364/nid=661224/1oe2ogt/

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  • In Dortmund Hörde sollen viele verschiedene uraben Landwirtschaftsprojekte gestartet werden

    (Gu aus RSS, 25.11.)
    Frische Lebensmittel mitten in der Stadt anbauen – und zwar im großen Stil. Das will die Verwaltung vom kommenden Jahr an in Hörde verwirklichen. Jeder kann mitmachen.
    Der Verwaltungsvorstand sprach sich auf seiner Sitzung für das Projekt “Stadtökologie – Urbane Landwirtschaft” aus.
    Mehr dazu hier: http://urbaneoasen.de/2015/11/25/urbane-landwirtschaft-in-hoerde/ (mehr …)