(aus Antrag/Antworten)
beantragt die vhs
Celle/Bunte Beete Celle als Anschubfinanzierung für das ökosoziale
Gemeinschaftsgartenprojekt „Bunte Beete Celle“ in Celle, auf der Fläche des ehemaligen
Spielplatzes an der Hostmannstraße/Ecke Schornsteinfegergasse in 29221 Celle, die
Förderung der im der Kostenübersicht aufgeführten Maßnahmen.
Wir wollen auf dem Gelände exemplarisch die Möglichkeiten urbanen Gärtnerns darstellen
und zur Interaktion, bestenfalls zur privaten Nachahmung einladen.
Dafür hat unser Träger, der Volkshochschule Celle e.V. (Freistellungsbescheid anbei),
einen unbefristeten Überlassungsvertrag mit der Stadt Celle für diese Fläche geschlossen
und übernimmt auch die erforderlichen bürokratischen Angelegenheiten. Die Stadt Celle
ihrerseits stellt uns einige ausrangierte Pflanzkübel zur Verfügung, die nach den
erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen als Gemeinschaftsbeete dienen sollen. Im
privaten Bereich werden wir in alten Bäckerkisten auf Paletten gärtnern. Des Weiteren
werden selbst gebaute Hochbeete, sowie vertikale Beete die Strukturen auflockern.
Grundsätzlich gärtnern wir biologisch, mit samenfestem Saatgut (Tauschbörse dazu am 3.
März) ohne den Einsatz von Kunstdüngern, Herbiziden, etc.
Gemeinsam mit dem ortsansässigen Bieneninstitut des LAVES und im Rahmen der Aktion
„Celle blüht auf“ der Celleschen Zeitung sind Projekte, wie der Bau künstlicher Nisthilfen
und die Schaffung der notwendigen Habitate für Wildbienen, geplant.
Unsere mittlerweile neun Personen umfassende Gruppe hat sich für das erste Gartenjahr die
Realisierung der notwendigen Infrastruktur, sowie das Anlegen der ersten Mischkulturen zum
Ziel gesetzt. Dieses wird der Öffentlichkeit im Rahmen des Projektes „Offene Gartenpforte“
der VHS Celle e.V. an bestimmten Tagen im Jahr zugänglich sein.
Der feierlichen Übergabe der Fläche durch den Oberbürgermeister Dr. Nigge an uns vom
26. Februar soll dann am 01. Mai, am Tag der Gartenarbeit, das offizielle Angärtnern
erfolgen
1.) Wie groß ist die Fläche?
Das Gelände ist ca. 800 m^2 groß.
2.) Wie viele Pflanzkübel haben Sie bekommen und wie groß sind diese?
Die Stadt liefert uns insgesamt 9 Kübel mit einer Größe von 1mx1mx0,7m
3.) Wie viele Beete sollen von wem gebaut werden?
Unsere Gruppe wird zusätzlich zu den unter 2.) aufgeführten, Instand zu setzenden Kübeln noch 4 Hochbeete aus Paletten und 4 weitere (Tischbeet, etc) aus Holz bauen. Dazu 80 Bäckerkisten auf Paletten gestellt.
4.) Wie viele Menschen könnten mitgärtnern und wie soll die Gruppe wachsen (wo wird wie Werbung gemacht)?
Insgesamt bietet die Fläche Platz für 20 Gärtnernde, die sich über Facebook, nebenan.de, unseren Blog und aus der Presse informieren können. Werbemaßnahmen werden nmit der vhs abgestimmt und über diese gesteuert: Website/Projektdarstellung (in Arbeit); Öffentliche Veranstaltungen/Presse. Zusätzlich wird in einer Broschüre der “ Offenen Pforte“ der VHS auflagenstark der Besuch unseres Gartens beworben.
Das Projekt steht grundsätzlich allen Interessenten offen – i.d.R. soll eine Verbindlichkeit von mindestens einem Jahr eingegangen werden.
5.) Wir kann man mitmachen?
Vorbeikommen, bestenfalls sich vorher telefonisch oder per Mail anmelden, sich kurz vorstellen und mitmachen. Die Gruppe entscheidet dann über eine eventuelle Aufnahme in einer Mitgärtner*-Versammlung. Jährlich zweimal lädt die vhs Celle alle Gärten, die unter der vhs-Trägerschaft lebendiges Lernen ermöglichen zu einem Treffen ein. Dieser Initiativkreis trägt alle Informationen an potentiell neue Interessenten weiter.
6.) Gibt es ein Schild an der Fläche?
Ja, wenn es der Wind nicht weggeweht hat (schon passiert).
Angestrebt ist ein festes Dibond-schild soll dieser Förderantrag abgewartet werden, dann könnte das Logo der Anstiftung bei Wunsch integriert werden.
7.) Diesen Satz habe ich nicht verstanden: „Dieses wird der Öffentlichkeit im Rahmen des Projektes „Offene Pforte“ der VHS Celle e.V. an bestimmten Tagen im Jahr zugänglich sein.“ Heißt das, dass das Gartenprojekt ansonsten nicht öffentlich zugänglich ist?
Korrekt. Die Fläche ist eingezäunt und mit einem selbstgebauten Tor versehen. Die abgeschlossene Vereins-Haftpflichtversicherung (VGH) deckt die Gärtner* sowie deren Besuch und bei öffentlichen Veranstaltungen auch Besucher* ab. Interessierte jederzeit Gärtner* besuchen/vorbeikommen (auch 5.)), wenn ein Bunte Beete-Mitglied vor Ort ist. Zusätzlich gibt es Veranstaltungen im Rahmen der „Offenen Pforte“(korrekte Benennung!) Geplant sind Samentauschbörsen, Eintausch von Glyphosat und Co. gegen Saatgut und einer Sonnenblume, veganes Sommergrillfest und ein Kürbisfest im Herbst. Projekte zum Artenschutz und zu den Vor-Ort-Projekten „Celle blüht auf“ sind in Vorbereitung – Jetzt steht zunächst an die Grundstruktur des Gartens aufzubauen. Am 1.Mai ist die erste Veranstaltung, die nach der aktuellen Spatensticheröffnung mit den organisatorisch Verantwortlichen – eine werbende Aktion mit beispielhaftem Mitgärtnern für weitere neue Mitaktive werden soll.
Grundsätzlich gibt es also keinen allgemeinöffentlichen Teil, der immer zugänglich wäre/ist.
8.) Haben Sie schon versucht, einen Teil der beantragten Gegenstände über Spenden zu bekommen (die Wassertanks, ein Teil des Materials z.B.)
Bin im Kontakt mit einer größeren Firma, um günstig, bestenfalls als Spende, an Paletten für die Unterlage der Bäckerkisten zu kommen. Holz können wir wohl zu einem sehr günstigen Preis bei einem Holzgroßhandel vor Ort bekommen. Mutterboden wird gespendet und angeliefert, ebenso Kompost. Gebrauchte Bäckerkisten sind bei den örtlichen Betrieben angefragt, allerdings noch ohne Ergebnis.
9.) Was passiert mit den Wassertanks, wenn es den auf der Website erwähnten Brunnen geben wird?
Die Wasserversorgung ist noch nicht abschließend geklärt. Die Feuerwehr darf nicht mehr, wie angedacht, im Rahmen einer Übung uns die Tanks einfach voll machen. Die Wassermenge müsste mit einer Wasseruhr gemessen und mit den Stadtwerken abgerechnet werden (1m^3 kostet wohl 2.-€). Daher die Idee eines Brunnens. Da es sich allerdings um eine öffentliche Fläche handelt, muss eine Genehmigung der unteren Wasserschutzbehörde eingeholt und der Brunnen „professionell“ gebohrt werden. Die Kosten wären unverhältnismäßig hoch. Daher werden wir die Lösung mit den Wassertanks und der ordentlich, abgerechneten Befüllung durch die Feuerwehr anvisieren. Ein entsprechender Beschluss der Gruppe erfolgt am 10.03.
10.) Gibt es, da es sich ja um einen ehemaligen Spielplatz handelt, einen Hydranten, der mittels Standrohr angezapft werden könnte?
Nein. Die Fläche ist gänzlich unerschlossen. Ein Unterflurhydrant ist in der nahegelegenen Seitenstraße „Schornsteinfegergasse“ (15m) vorhanden.
11.) Ich nehme an, es gibt keinen Zaun? Wie kommen Interessierte an die Geräte und wo werden diese untergebracht, bis der Schuppen wieder funktionstüchtig ist?
Es besteht die Möglichkeit einem kleinen Raum (4. m^2) im angrenzenden Garagenhof zu bekommen. Dieser könnte sogar vom Garten aus zugänglich gemacht werden. Interessierte werden stets von Mitgliedern begleitet, die Kenntnis über dessen Zugänglichkeit haben.
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