Schlagwort: Villingen-Schwenningen

  • Standortvorschläge von Bürger*innen für urban gardening alternativlos abgelehnt

    (alerts)

    Villingen-Schwenningen . „Gemeinsam Gärtnern“, das klingt nach Idylle pur, nach Einträchtigkeit und Frieden. Und in der Tat liegt dem gleichnamigen Projekt in Villingen-Schwenningen all das zugrunde. Doch nun gibt es, noch ehe die ersten Pflänzlein sprießen, deutliche Misstöne.

    Der Technische Ausschuss stimmte am Dienstagabend den neun von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Standorten zu. Sie sollen nun für das Urban Gardening, zu Deutsch: das Gärtnern in der Stadt, von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt werden. Vorgeschlagen worden sind die Standorte von Projektinteressierten, die sich bei einer Auftakt-Veranstaltung über das Projekt im Dezember informieren konnten – es gab jedoch zum Bedauern viele keinen einzigen Vorschlag in Schwenningen, nur Villinger meldeten sich.

    Dort jedoch sind manche, die mit Engagement und Zuversicht mitmachen wollten, nun arg verschnupft: Sie fühlen sich ausgebremst und unerwünscht. Denn: Ihre Standortvorschläge waren nicht nur abgelehnt worden, sondern ihnen war auch kein Angebot für eine Alternative gemacht worden – für sie ist es aus dem gemeinsamen Gärtnern, noch ehe es überhaupt angefangen hat. Das bittere daran: Darunter ist beispielsweise auch die Selbsthilfegruppe Inklusion, die gemeinsam mit behinderten, Rollstuhlfahrern und Co., mitten in der Stadt gärtnern wollte.[…] (mehr …)

  • Amt für Sraßennban in Villingen-Schwennnigen verschenkt Hochbeete

    (Gu, alerts)

    Eine grüne Idee stellte das Amt für Straßenbau beim Umweltzentrum Schwenningen vor. Das Projekt wurde von der Abteilung Stadtgrün initiiert. Es heißt „gemeinsam Gärtnern“, und es handelt sich dabei um die Idee, mehr kleinräumige Stadtgärten zu realisieren. Dafür möchten sie engagierten Gärtnern, mit Interesse an dem Projekt, Hochbeete im Palettenformat spendieren.

    Die Paletten-Gärten, eine Form des Urban Gardening, des städtischen Gärtnerns, sollen an öffentlichen Plätzen, wie zum Beispiel beim Lerngarten auf dem Landesgartenschau-Gelände, aufgestellt werden. Spannend findet Till Kohler, Freiraumplaner des Projekts, vor allem, dass dieses Projekt Leute mit demselben Hobby zusammenbringt. Somit ist es für das neunköpfige Team eher eine gesellschaftliche als eine professionell gärtnerische Angelegenheit. Der andere Gedanke des Projekts, erklärt Kohler, sei, dass die Stadt im ständigen Wachstum ist und „unser grünes Paradies“ immer weiter verbaut werde. „Die inneren Grünflächen werden deshalb immer wichtiger,“ erklärt Kohler.

    Der Ursprung dieser Gärten finde sich bei den Schrebergärten, doch die sind mittlerweile sehr schwer zu bekommen und werden häufig nur noch vererbt, berichtet er. Das Projekt solle vor allem auch für Behinderte und ältere Menschen interessant gemacht werden, da sie durch die Höhe der Gärten weniger Probleme mit dem Bücken hätten. Ebenfalls ist es „interessant für Menschen, die keinen Garten haben, und dennoch am Gärtnern interessiert sind“, sagt Oxana Brunner, Sprecherin der Stadtverwaltung. Die Standorte der Beete seien bisher nicht festgelegt und sollen je nach Interesse festgelegt werden. An die Interessenten habe die Abteilung Stadtgrün keine Anforderungen. „Alle, die Interesse haben, und es sich zutrauen, können einen Garten bekommen,“ sagt Till Kohler. Auch Gruppen, wie Schulklassen oder Altersheime können sich hierfür bei den Zuständigen melden, um ein Paletten-Hochbeet zu erhalten.

    Einer dieser Paletten-Gärten sei circa einen Quadratmeter groß und kostet das Umweltzentrum rund 100 Euro. Beim Bepflanzen der Beete können die Gärtner von Blumen bis Kräuter alles anbauen, „ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt,“ sagt Ulrike Wannenmacher, ebenfalls Freiraumplanerin. Bei Fragen zum Saatgut steht das Team auch jederzeit zur Verfügung. Bis Ende Oktober können sich hierfür Interessenten bei der zuständigen Abteilung Stadtgrün, bei der Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen melden und ein Beet bestellen. Das Team um Till Kohler sieht viele Entwicklungsmöglichkeiten und hofft dann im Frühjahr 2019, mit dem Projekt anfangen zu können und so die Stadt Villingen-Schwenningen ein bisschen grüner zu machen.

    https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/villingen-schwenningen/Neues-Projekt-in-der-Doppelstadt-Ein-Stueck-gruenes-Paradies-schaffen;art372541,9913156 (mehr …)