Schlagwort: Wagenplatz

  • Berlin: Casa Kua Garten wird aufgebaut

    (Antrag, Antworten)

    Wir von Casa Kuà, einem selbst-organisiertem Gesundheitszentrum, geleitet von Trans- und nicht binären Schwarzen und Indigenen Personen und Menschen of Colour, haben dieses Zentrum aufgebaut um Gesundheit zugänglicher zu machen für andere Trans-, nicht-binäre oder Intersexmenschen, vor allem jene, welche von Rassismus betroffen sind.

    Unseres Ziel ist das Zusammenbringen von traditionellen und konventionellen Heilmethoden, sowie der Aufbau und Erhalt einer Gemeinschaft, welche sich gegenseitig stützt, hilft und füreinander Verantwortung übernimmt. Denn wir glauben stark daran, dass das Leben in eben so einer Gemeinschaft einen essenziellen Einfluss auf die Gesundheit hat. Unsere Ansätze für Gesundheit sind holistisch und nicht nur an der Symptombeseitigung orientiert. Wir sind uns bewusst, dass vor allem auch der soziale Status, intersektionale Diskriminierungen, Einsamkeit und Isolation, vor allem von queeren, rassifizierten Trans/Inter/Nicht-binären Menschen, einen sehr starken Einfluss auf die eigene Gesundheit haben. Deshalb haben wir als Gesundheits- und Gemeinschaftszentrum, ein starkes Bedürfnis, unseren kleinen Garten in der Karpfenteichstraße dieses Jahr gemeinschaftlich aufzubauen, Heilpflanzen und Gemüse anzubauen und gemeinsam die heilsame Wirkung von Gartenarbeit und Beschäftigung mit der uns umgebenden und durchdringenden Natur, anzuregen. Wir möchten unseren Garten aber auch einfach nur als Ort der Stille und Geborgenheit, der Sicherheit und des Rückzugs aus der oft hektischen und belastenden Alltagswelt Berlins, verstehen. Wir möchten Wissen vermitteln in kleinen Workshops, in denen es natürlich einmal um verschiedene Anbauformen (zB das mittelamerikanische MILPA- System, Permakultur); um den Anbau, Nutzung und Heilwirkung von Heilkräutern und den Einfluss von einer gemüsereichen Ernährung auf die Gesundheit gehen soll. Doch auch das Erlernen von Entspannungstechniken im Grünen können wir anbieten. Alle Aktivitäten werden in Gemeinschaft besprochen, geplant und durchgeführt.

    Da hier die Erde auf dem Gelände in der Karpfenteichstraße sehr kontaminiert ist und eine Sanierung kaum möglich, haben wir uns entschieden vier Hochbeete und fünf Hügelbeete zu bauen. Außerdem soll auch ein Gewächshaus- Hochbeet konstruiert werden, um Regen- und Windempfindlichen Pflanzen wie Tomaten und Gurken, Schutz zu bieten. Des weiteren ist eine Kräuterschnecke geplant, um eine Auswahl an Heilkräutern zu pflanzen. Für das gemeinschaftliche Zusammenkommen sind auch ein Tisch und Stühle, welche ganzjährig außen stehen können, unerlässlich und wir haben bereits Ideen zusammengetragen, wie wir diese aufbauen können.

    Wir planen generell mindestens zweimal die Woche zusammenzukommen, aber vor allem am Pflanzanfang Ende April/Mitte Mai werden wir größere Aktionen zum Beispiel am Wochenende anbieten, um den Garten in relativ kurzer Zeit mit vielen Händen aufzubauen.

    Das Gartenkollektiv wollte tatsächlich bereits letztes Jahr mit dem Gartenaufbau anfangen, doch wurden seit Beginn des Angriffkrieges Putins alle menschlichen Ressourcen in die Unterstützung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine gesteckt. Dieses Jahr wollen wir den Garten komplett aufbauen.

    Die Gesamtfläche kann ich nicht einschätzen, da es sich um einen

    Wagenburg- Platz handelt. Unsere Gartenfläche ist geschätzt 100qm.

    Die Fläche gehört dem Projekte- und Wagenplatz KTS13. Es wurde mündlich eine Vereinbarung getroffen, dass wir diesen Teil der großen Gemeinschaftsfläche (mit auch anderen kleinen Gartenprojekten, zB von den Failing Femmes) nutzen dürfen für unseres Gartenprojekt. Wir sind eine Gruppe von 21 Menschen, die sich aus dem Casa Kuà- Kollektiv für das Gartenprojekt interessieren. Für die Beeteplanung sind drei

    Palletten- Hochbeete (ca1mx0,8m), ein Gewächshäusschen- Hochbeet und drei Hügelbeete (3x1m) geplant.


    (mehr …)