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Hatte die Lampertheimer Stadtgärtnerei in den vergangenen Jahren schmuckvolle Gartenbeete auf dem Europaplatz angelegt, so präsentieren sich die temporären Pflanzungen in diesem Jahr in veränderter Optik. Das Grün wächst in mehreren Kisten, die den Platz in einer Reihe säumen. Sie sind Elemente des Stadtumbaus und entspringen dem Gedanken des „Urban Gardening“. Städtischer Gartenbau wird, wie Sabine Vilgis vom Grünflächenamt der Technischen Betriebsdienste beim Pressegespräch erklärt, seit Jahren in größeren Kommunen praktiziert. Hierbei würden brach liegende Flächen genutzt, um Obst und Gemüse anzupflanzen, das dann von der Bevölkerung geerntet werden könne.
Auf dem Lampertheimer Europaplatz wurden jetzt Hochbeete aufgestellt und mit Schildern versehen, um Salate, Tomaten, Auberginen, Paprika oder Radieschen zu kennzeichnen. Bisher hat die Stadtgärtnerei an diesem Platz temporäre Gärten angelegt. Mit ihnen sei stets pfleglich umgegangen worden; Sabine Vilgis hofft, dass dies auch für die Hochbeete gilt.
Diese würden regelmäßig nachbepflanzt, um die Nahrungsquelle nicht versiegen zu lassen. Bis zur nächsten Kerwe können sich Passanten an den Hochbeeten bedienen. Ähnliche Kübelbeete wollen die Technischen Betriebsdienste am Baugebiet zwischen Eleonoren- und Wilhelmstraße aufstellen – auch als Ersatz für einen Bauzaun. In Zukunft wollten sich die Betriebsdienste verstärkt mit dem Thema „Urban Gardening“ beschäftigen. So sei beispielsweise daran gedacht, Bürgern brachliegende Flächen zum gemeinsamen Bewirtschaften anzubieten. Unterdessen haben die Technischen Betriebsdienste eine Kampagne zur Ausbildung als Stadtgärtner gestartet.
Der Azubi-Tag vergangene Woche im Rahmen der Ü12-Summertime diente ebenso diesem Zweck wie neu aufgelegte Flyer, in denen für den „wunderschönen Beruf“ (Vilgis) des Stadtgärtners geworben wird. Bislang sei der Andrang allerdings mäßig, berichtet die Bauhofchefin, dabei sei ein Einstieg in jeder Altersstufe möglich. Kraftzehrende Arbeiten würden heute immer durch Maschinen und Hilfswerkzeuge erleichtert.
Obendrein könnten die meisten Auszubildenden von der Stadtgärtnerei übernommen werden. Möglich sei auch die Ausbildung zum Fachwerker, etwa im Falle des Übergewichts praktischer gegenüber theoretischen Fähigkeiten. Außerdem würden Ferienjobs, Praktikumsplätze und Stellen für den Bundesfreiwilligendienst vergeben, berichtet Sabine Vilgis im Pressegespräch (mehr …)