Schlagwort: Werkstatt

  • München: Stubengartenernte

    (Antrag, Antworten)

    Neue Hochbeete für den Stubengarten:
    Unsere 4 riesigen, „schwebenden“ Hochbeete, selbst gebaut aus gebrauchten, teils bereits
    morschen Terrassendielen, die uns in den letzten Jahren einen großartigen Dienst erwiesen
    haben, beginnen nun leider durchzubrechen, einzusinken und auseinanderzufallen. Damit
    unsere Gartenstübler im kommenden Jahr wieder leckeres Gemüse im Stubengarten
    anbauen können, werden wir im Frühjahr 2024 besagte Beete erneuern. Selbstverständlich wird auch bereits vorhandenes, noch nutzbares Material weiterverwendet und alte Erde reaktiviert.

    Neben dem riesigen Stubengarten, in dem wir uns im Sommer hauptsächlich aufhalten und der eigentlichen Stube mit Stubenküche, gibt es aktuell noch Werk-, Bastel-, Schreib-, Lese-, Musik-, Näh- und Sportstube. Im Lauf diesen Jahres kommt noch eine Blumenstube hinzu, da der Themenbereich Floristik aus der Bastelstube ausgegliedert werden soll.

    Da die Hauptzielgruppe der guten Stube einsame Ottonormalmünchner sind, findet hier eine Art Ersatz-Familienleben statt, in dem verschiedene Hobbys und Interessensgebiete unserer Stübler ineinandergreifen. Kurzum, es gibt an jedem Öffnungstag Kaffeepausen mit frisch gebackenem Kuchen und ein gemeinsames Abendessen welches sich im Sommer stets auch aus der Ernte des Gartens ergibt.

    • Wem gehört die Fläche, habt ihr einen Nutzungsvertrag und ist dieser befristet?

    Das Anwesen gehört einem Immobilienunternehmen, Die gute Stube e.V. hat einen unbefristeten Nutzungsvertrag. 

    • Wie viele Menschen gärtnern mit? Wie ist die Gartengruppe organisiert (wer trifft welche Entscheidungen, wie laufen die Kommunikations- und Informationsflüsse)?

    Der harte Kern besteht aus 3 gartenbegeisterten Stüblern (mit eigener Schrebergarten-Geschichte). Zudem berät und unterstützt uns die Gärtnerin aus der Nachbarschaft. Die meisten Entscheidungen sind durch das Wetter und die jeweilige Saison vorgegeben. 😉
    Die Anzuchtphase beginnt jetzt, da greifen wir auf unsere umfangreiche Saatensammlung zurück und gucken, was und wieviel davon gut gedeiht. Im Notfall, wie z.B. im letzten Jahr bei den Tomaten, rettet uns die Gärtnerin mit einem Schwung ihrer Pflanzen. Salatsetzlinge bekommen wir ebenfalls von ihr, da unser Platz für die Anzucht leider begrenzt ist.

    Ich selbst versuche einen groben Überblick in der Gartenplanung und -gestaltung zu wahren und stoße verschiedene Experimente an, wie z.B. dass wir für die Hochbeete neben Ästen, Laub, Rasenschitt und Kompost auch Pferdemist verwenden oder ich drucke Informationen aus, wie z.B. alte Erde reaktiviert werden kann oder Obstbäume geschnitten werden. Im großen und ganzen ist alles Teamwork zwischen denen, die stetig da sind und sich kümmern und denen, die ab und zu vorbeikommen und mithelfen. Unsere Werkstübler sind bei schweren Arbeiten auch immer gern dabei und tüfteln gerne z.B. an einem Bewässerungssystem, bauen Rankhilfen oder kümmern sich um defekte Gartengeräte.

    Es gibt immer Samstags um 13 Uhr einen Mitmachtreff, bei dem alles, was rund um die gute Stube – auch im Stubengarten – geplant ist, besprochen wird.

    Im Sommer sind an unseren Öffnungstagen zwischen 20 und 40 Menschen im Stubengarten, wobei nicht alle garteln wollen/müssen, da wir auch einen großen Teil zum Entspannen, Grillen und Genießen nutzen (Hängematte, Schaukel, Sitzgelegenheiten, Spiele, kreatives etc.)

    • Wie kann man mitmachen und wo findet man Informationen dazu? Auf eurer Site habe ich nichts zum Gemeinschaftsgarten gefunden

    https://diegutestube-muenchen.de/der-stubengarten/

    zudem berichten wir jede Woche aus dem Stubenleben (Aktuelles), haben einen monatlichen Newsletter und bestücken Instagram sowie Facebook mit hübschen Bildern, Aufrufen, Infos, etc.

    • Wie groß sind die Beete (m²)?

    Die Hochbeete, um die es geht, haben rund 40 qm Pflanzfläche

    Daneben gibt’s noch mehrere große Kübel, ein Tomatenhaus, eine große Kräuterspirale, ein Kürbistunnel, eine Erdbeerpyramide, Naschhecken, Obstbäume, Blumenbeete sowie eine Orangerie, einen Strand mit Palmen und einen Pavillon
    Kompostiert ihr?na klar! Großer Kompost mit 3 Kammern

    • Wieviel Liter Erde braucht ihr? Um die Beete aufzufüllen?

    Ja, das ist der knifflige Teil, weil’s ja auch immer wieder zusammensinkt – beim Befüllen unserer ersten Beete mit gleichem Grundmaß waren es grob geschätzt um die 10.000L – ich bin fast irre geworden beim sackweise Anschaffen – jetzt werden wir wohl ähnlich viel bebötigen, wobei lediglich die oberen 30 cm mit frischer Erde bestückt werden sollen, von unten wird mit dem aufgefüllt, was der Garten so hergibt.

    • Was passiert mir der Ernte?

    Die Ernte wird von unseren Kochstüblern genutzt, um das gemeinsame Abendessen zuzubereiten und es wird auch experimentiert, z.B. Eingelegt oder Eingekocht.

    • Wie viele Menschen können/werden an der Instandhaltung der Beete mitarbeiten?

    Mindestens 3 unserer Werkstübler sowie alle Gartenstübler und die, die dann bei uns sind und mithelfen wollen – sobald das Wetter schön ist kommen da schnell 15-20 Leute zusammen, die anpacken – es wird auf unserer Homepage (Aktuelles), per Newsletter, Instagram und nebenan.de im Vorfeld aufgerufen mitzumachen.

    Die Kernggruppe sind diejenigen, die zuverlässig, meist sogar täglich vorbeikommen. Es gibt eine Handvoll, die kommen nur 1-2x in der Woche und noch etwa 8-10, die lassen sich eben nur 2-3 mal im Monat blicken. Zudem helfen auch die Stübler aus den anderen Themenbereichen gerne und zuverlässig mit sobald es etwas zu tun gibt.

    Zu Deinen Fragen:

    – Die, die sich hauptsächlich im Stubengarten engagieren, sind über 60 Jahre alt und bücken sich nicht gerne oder können es nicht mehr so gut…bzw. runter kommen sie alle, nur… ;-).
    Wir haben auch die ein oder andere Person im Rollstuhl dabei, die sich drüber freuen mitbuddeln zu können.

    – das wurde bisher so gehandhabt, da uns ein Schreiner einen großen Schwung ca. 20 Jahre alte Terassendielen gebracht hat, die er ausgetauscht hatte – so sind unsere bisherigen Hochbeete entstanden, ein Großteil davon ist jetzt leider endgültig durch.

    – Wie beschrieben betreiben wir Social-Media Kanäle und einen wöchentlich aktuellen Blog auf unserer Homepage. Zudem verschicken wir regelmäßig Newsletter und nutzen die Plattform nebenan.de um Aufrufe zu machen. Am 16.  März haben wir einen Infostand in der Gärtnerei in unserer Nachbarschaft, wo wir auf unseren Stubengarten aufmerksam machen. Des weiteren sind wir bei verschiedenen Veranstaltungen (z.B. ZamanandFestival) dabei, um für uns zu werben.


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  • Permakulturhof in Wuppertal: alter Hof wird reaktiviert

    (ANtrag und Antworten)

    Der Permakulturhof Vorm Eichholz ist ein bergischer Resthof. Das Gelände hat der Verein seit 2017 von der Stadt Wuppertal gepachtet und nachhaltig gärtnerisch bewirtschaftet. Der Hof ist stadtnah und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

    Das Gelände der Hofschaft umfasst insgesamt 4500 m² mit aufstehenden Gebäuden (ehem. Wohnhaus, Scheune mit Werkstatt und Rübenkeller, Remise, Kuhstall, Schweinestall und Lagerschuppen) und ist an drei Seiten von einem Wall als Begrenzung zu zwei Kleingartenanlagen umgeben.
    Der Nutzungsvertrag mit dem eingetragenen gemeinnützigen Verein (siehe Anlage Vereinsregisterauszug vom 21.03.2019 und Freistellungsbescheid des Finanzamtes Wuppertal vom 27.08.2019) wurde für einen Zeitraum von 15 Jahren (Beginn 09.03.2017) mit Verlängerungsoption für weitere 10 Jahre abgeschlossen. Der Verein ist für die bauliche Erhaltung der Gebäude verantwortlich. Die Gebäude waren (bzw. sind es noch zum Teil) in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Zwischen 2017 und 2020 haben wir uns um deren Erhaltung gekümmert, d.h. Dächer mit Regenrinnen und Fallrohren erneuert bzw. repariert, eine neue Elektroinstallation verlegt, Gebäude gesichert usw. Die Kosten hierfür wurden zum Großteil auf der Spendenplattform betterplace.org/gut-fuer-wuppertal gesammelt und die Mitglieder und Aktiven des Vereins unterstützten das Vorhaben neben ihrem Engagement mit Sachspenden und privaten finanziellen Mitteln.

    Projektbeschreibung

    Der Hof bietet vielfältige Möglichkeiten, bauliche und gärtnerische Ideen gemeinschaftlich zu entwickeln und umzusetzen und sie für alle begreif- und überprüfbar zu machen. Auf dem Hof wächst so ein zukunftsorientierter Lernort für Gestaltungs- und Anbaumethoden der Permakultur. Hier können Menschen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung interessieren und engagieren, selbst aktiv werden. Unser gemeinnütziger Verein will zudem Menschen bei der grünen Umgestaltung ihrer Städte unterstützen.

    Die Bergische Gartenarche hat als Kooperationspartner den klassischen Bauerngarten auf dem Hof als Erhaltergarten wiederbelebt. Der Verein gibt Saatgut gegen Spende ab, führt Pflanzentauschbörsen durch und setzt sich für die Artenvielfalt in Gärten ein.

    Ziel

    Im Sinne der Permakultur wollen wir sowohl bei der Sanierung der Gebäudesubstanz wie auch bei der Gestaltung der Außen- und Gartenfläche mit Baumaterial nachhaltig und ressourcenschonend umgehen und lösungsorientierte Ideen umsetzen. Die gesamte Hofanlage bietet hierzu die Möglichkeit, in jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter, die Umsetzung einzelner Projektideen zu verfolgen. So wäre es aufgrund der Gebäude und des Geländes möglich, auf dem Hof einen fast geschlossenen Kreislauf für die Ernährung der Menschen von der Bodenbewirtschaftung mit Kompostierung, Terra Preta und Wurmkisten über Saatgutvermehrung, Anbau, Ernte, Frischkochen, Einmachen, Konservierung und Lagerung darzustellen.

    Auf den gärtnerisch zu gestaltenden Flächen des ehemaligen Hofes können Elemente der Permakultur wie Sonnenfallen, Terrassen, Trockenmauern, Schlüsselloch- und Hochbeete, Swales, Mandala- und Kraterbeet, Stein/-Trockenbeet, Kräuterschnecke, Totholzhecken, Frühbeetanlage, Tomatenunterstände, geodätisches Kuppelgewächshaus, Teich- und/oder Sumpflandschaft(en), Insektenhotels, Nistkästen, Natternburgen u.Ä. unter Beachtung von Artenvielfalt und Biodiversität entstehen. Die Bewirtschaftung des Geländes richtet sich nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Es wird ausschließlich sorten- und samenfestes Saatgut verwendet, chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel sind nicht zugelassen. Unser Ziel im Sinne der Permakultur ist es, die Fruchtbarkeit des Bodens aufzubauen, zu verbessern und langfristig zu erhalten.

    Die Gebäude, insbesondere der große Kuhstall, bieten die Möglichkeit, Kleinprojekte, z.B. den Bau von Dörrobstautomaten, Solar- und Kistenkochern, Parabolspiegeln, Windrädern durchzuführen.

    Der Hof wird gemeinschaftlich in allen Bereichen genutzt, d.h. es gibt keine individuell genutzten Beete oder Räume. Für die Zukunft wird angestrebt, den Hof zumindest in Teilbereichen barrierefrei zu gestalten.

    Im Rahmen von Workshops, Führungen, Projekttagen oder auch bei den gemeinschaftlichen Arbeitssamstagen wird ein Wissenstransfer angestrebt.

    Bisherige Vereinsentwicklung und Hofleben

    Die Mitgliederzahl des Vereins schwankt seit Beginn;z.Zt. haben wir 26 Mitglieder. Nicht alle Mitglieder sind aktiv, jedoch steigt die Zahl der auf dem Hof Aktiven seit Beginn stetig (z.Zt. ca. 12 bis 15 Personen). Die Teilnahme an den Arbeitssamstagen ist für alle offen. Bisher haben wir weitestgehend unter Wiederverwendung des auf dem Hof vorgefundenen Materials, mit Sachspenden und von Aktiven gespendeten Geldbeträgen gearbeitet und saniert. Im Bereich der Werkstatt und des Gartenbaus setzen die Aktiven ihre privaten Maschinen und Gerätschaften ein.

    In der Hofküche wird an den Arbeitssamstagen aus der Hofernte ein Mittagessen für alle zubereitet und gemeinsam eingenommen. Der Ernteüberschuss steht den Mitgliedern und Aktiven zur Verfügung, Bei einem alle 4 Wochen stattfindenden JourFix (Planungstreffen der für einzelne Hofbereiche Verantwortlichen) werden die Entwicklung einzelner Geländebereiche, die weitere Bausanierung, die benötigten Baumaterialien und deren Beschaffung, gemeinschaftliche Aktionen etc. vorab besprochen. Die Vorstandstreffen finden – wenn möglich – regelmäßig statt. Dem Vorstand obliegen insbesondere die Kontaktpflege zu der Interessensgemeinschaft der Urbanen Gärten in Wuppertal, der Austausch mit dem Kooperationspartner Bergische Gartenarche und die satzungsgemäße inhaltliche Vereinsarbeit.

    Das öffentliche Interesse steigt ständig. So haben wir Anfragen zu Führungen, Workshops, Social Days, Aufenthalten von Kindern im Rahmen von Ferienprogrammen oder schulischen Projekttagen etc. In der Vergangenheit sind bis zu 600 Interessierte jeweils zu den Tagen der Offenen Gartenpforte auf den Hof gekommen.

    Wie groß ist denn das als Gemeinschaftsgarten genutzte Gelände, wie viele (Gemüse)Beete gibt es schon?

    Insgesamt haben wir ein Gelände von 4500 m³ Größe angepachtet,

    • davon bewirtschaftet der Verein der Bergischen Gartenarche 300 m² des ehemaligen Bauerngartens.

    Unser Verein nutzt folgende Flächen von den 4500 m²

    • eine mit Obstbäumen bepflanzten ehemalige Wäschewiese
    • einen den Hof auf 3 Seiten umgebenden Wall, zZt bepflanzt mit Ahorn, Weide, Haselnuss, Holunder, Hainbuche, (kleine, von uns gepflanzte) Mispel
    • aufstehende Gebäude einschließlich Dungplatte mit umlaufender Mauer,
    • einen befahrbaren Innenhof,
    • eine Lindenallee an der hinteren Auf-(s)fahrt
    • einen sehr großen Kompostplatz (ca. 200 m²) einschl. Wurmkiste und Wurmturm, Hochbeet und Wildbienenhotel mit integriertem Infostand, eingefaßt mit einer Totholzhecke und Beerensträuchern
    • ein Areal um den (Zucht-)Bienenstand mit terrassiertem Hanggelände, ca. 40 m²
    • eine Frühbeetanlage mit kleinem Gewächshaus und Hochbeet (insgesamt ca 25 m²)
    • ein Mandalabeet aus 5 Schlüssellochbeeten, ca. 8 m im Durchmesser, für den Gemüseanbau
    • einen „Sonnengarten“ von ca. 300 m², diese Anlage wird zZt. gestalterisch entwickelt, für den Gemüseanbau
    • eine Beetanlage mit Swales und integrierten Komposttürmen von ca, 40 m², für den Gemüseanbau
    • weitere zZt. noch brachliegende Flächen sollen in den nächsten Jahren urbar gemacht werden.

    Wie viele Leute sind rund um den Gemeinschaftsgarten aktiv?

    Werktags sind je nach Zeitbudget ca. 5 Personen auf dem Hof vor Ort, an unseren wöchentlichen Arbeitsamstagen zwischen 10 und 15 Personen

    Da der Hof in einem Kleingartengelände am Rande eines Naturschutzgebietes ohne weitere Wohnbebauung liegt, werden alle Zugänge zu den Räumlichkeiten in den Gebäuden, soweit keiner auf dem Hof ist, verschlossen! Insgesamt gibt es unter den Vorstandsmitgliedern und Aktiven 10 „Schlüsselträger“ und die Bergische Gartenarche hat weitere 4 Hofschlüssel, d.h. sobald eine dieser Personen auf dem Hof ist, alle Räumlichkeiten für die Aktiven zugänglich sind!

    Wie groß ist die Fläche, die die Gartenarche bei euch hat? Sind da dann andere Leute aktiv?

    (s.o). ca. 300 m² des Bauerngartens, JA! die Gartenarche ist ein eigenständiger Verein und dort sind weitere Leute aktiv, die wir zahlenmäßig nicht unseren Aktiven zugerechnet haben, die Gartenarche nutzt auch Räumlichkeiten in den Gebäuden, es gibt einen mit dem Verpächter abgestimmten Unternutzungsvertrag mit der Gartenarche.

    Wer und wie viele die Arbeiten rund um das Gartenhaus machen (Verschalung, Steichen etc.)?

    Der freiwillige Einsatz an der Herrichtung des ehemaligen Schweinestalls zum Gärtnerhaus ist bei den einzelnen Personen abhängig von ihrem Wissen, ihrem Interesse, ihrem Können, bzw. Lernenwollen, da gibt es Schreiner-, Elektro-, Fliesen-, Wasserinstallations-, Maurer- und Maleranstricharbeiten uvm. zu erledigen. Jeder, der hierbei unterstützen möchte, wird gerne bei den Arbeiten mit eingebunden. ZZt. sind für diese einzelnen Gewerke, ca 5 bis 7 Personen vor Ort, die dort gerne gemeinsam (während der coronabedingten Lockdown-Zeiten natürlich nur eingeschränkt!) Hand in Hand arbeiten.

    In diesem Gebäudetrakt „ehemaliger Schweinestall demnächst Gärtnerhaus“ sind auch 2 Komposttoiletten für die GärtnerInnen untergebracht und die Bergische Gartenarche wird ebenfalls einen Raum für ihre vereinseigenen Gartengeräte usw. mit eigenem ebenerdigen Zugang erhalten!

    Wie sind die Gartengeräte dann zugänglich?

    Der Raum ist ebenerdig und für alle zugänglich, sowohl über den Kuhstall wie auch über eine Außentür.

    Könnt ihr Jauche und Bokashi nicht selber herstellen?

    ZZt. setzen wir jährlich ca. 10 m³ Kompost auf. Wir bekommen regelmäßig Pferdemist und Häcksel geliefert, erhalten organischen Abfall einer kleinen veganen Gastronomie und bringen auch unsere persönlichen Küchenabfälle auf den Hof zur kompostierung.

    Wir setzen regelmäßig Brennnessel- und Gierschjauche an. Da die
    Herstellung von Humofix recht zeitaufwendig ist und wir außerdem noch
    nicht alle notwendigen Pflanzen vor Ort haben, würden wir gern vorerst
    auf die erhältliche Pulverform zurückgreifen. Für den Bokashi würden wir
    gern regelmäßig EM-Urlösung verwenden, die wir ebenfalls nicht selbst
    herstellen können. Zurzeit experimentieren wir mit unterschiedlichen
    Kompostmethoden und -zusätzen.

    Wie soll die Werkstatt ausgestattet werden und ist die dann öffentlich nutzbar? Was für Nutzungen sind für die Werkstatt geplant?

    Schon jetzt ist die Werkstatt in 4 große Bereiche aufgeteilt – Holz -Stahl/Eisen – Elektro – Sanitär/Wasser plus Aufbewahrung von notwendigem sonstigem Werkstattmaterial bzw. Heimwerkerbedarf.

    Das vorhandene Werkzeug und die Maschinen sind aus Privatbeständen oder Sachspenden oder Spenden von Werkzeugfirmen.

    Die Werkstatt ist ebenerdig im Scheunengebäude untergebracht und für jeden Aktiven auf dem Hof zugänglich.

    Hier können neben den Bauunterhaltungsarbeiten auch Kleinprojekte wie z.B. ein Windrad, ein Dörrapparat, Vogel- und Nisthäuser, weitere Wildbienenhotels, etc. handwerklich umgesetzt werden. Unser erster Prototyp eines Pyrolyseofens ist hier entstanden!

    Gibt es eine eigene Gruppe, die sich um die Werkstatt kümmert?

    Ja, es gibt eine Gruppe von ca. 4 Leuten, die sich bestens in der Werkstatt auskennen, Werkzeuge und Geräte warten und nutzen. Neuankömmlinge können bei Interesse angeleitet und eingewiesen werden.

    Wie können Neuinteressierte bei euch mitmachen?

    Neuankömmlinge/Interessierte werden zu unseren Arbeitssamstagen  eingeladen, Es gibt immer vielfältige Aufgaben zu erledigen und sie können sich je nach ihrem Interesse, Wissen, Können und ihrer Lust mit einbringen, Sie werden über die Hofschaft geführt, ihnen werden die weiteren Aktiven vorgestellt, sie werden in den Hofalltag eingebunden und so schnell ein Teil von uns! Wir haben ein breites Spektrum von interessanten Einzelbereichen, wo für jeden etwas zu finden ist – Garten – Küche – Konservierung – Kompost –  Laden – Werkstatt – Kleinprojekte – Bauunterhaltung etc.

    Wie laufen die Entscheidungen und die Kommunikation untereinander?

    Entscheidungen mit finanziellem Gewicht werden im Vorstand getroffen, größere planerische/gestalterische Entwicklungen auf dem Hofgelände werden in einem JourFix besprochen/abgestimmt. Der JourFix-Gruppe gehören z.T. Vorstandsmitglieder und weitere Personen an, die jeweils für einen besonderen Teil Verantwortung tragen (z.B. Bauunterhaltung, „Hofladen“, Werkstatt, Pflanzplanung, Anbau, Gartengestaltung, Kompost) Grundsätzlich werden alle Aktiven, die samstags mitmachen beim gemeinsamen Mittagstisch über alles wesentliche informiert.

    Wir haben eine Whattsapp-Gruppe, mit dieser halten wir auch den Kontakt und die Information untereinander aufrecht, ansonsten natürlich Email. Diese Informations-, Abstimmungs- und Kontaktmöglichkeiten nutzen wir gerade jetzt während der coronabedingten Einschränkungen!


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  • GG Grünau: Laube für Werkzeuge soll Vandlismus eindämmen

    (Antrag/Antworten9

    Im Jahr 2019 wurde bei der Anstiftung ein Antrag gestellt für Baumaterialien für Kompost und Sitzmöglichkeiten, sowie einer kleinen Laube. Dafür haben wir einen positiven Förderbescheid erhalten und das Geld (810 Euro) ist auf unserem Konto eingegangen.
    Die Sitzmöglichkeiten und der Kompost wurden 2019 realisiert und durch Spenden sind uns dafür so gut wie keine Kosten entstanden (Materialspenden von Privatpersonen). Im Zuge der Umsetzung hat sich gezeigt, dass der Ort eine wesentlich stabilere und einbruchsicherere Variante für den Werkzeugschuppen benötigt, als dies am Anfang beantragt wurde. Der Werkzeugschuppen ist Dreh- und Angelpunkt für die Belebung des
    Gartens. Nur durch die Möglichkeit vor Ort Werkzeuge aufbewahren zu können ist unkompliziertes Gärtnern möglich.

    Nur eine Laube mit ausreichend Grundfläche ist in der Lage Regenwasser in marginal ausreichender Menge zur Sammlung bereit zu stellen; zur Schaffung eines Regenwassersammelbehälters ist zuvor eine ausreichend große zu beregnende Fläche notwendig, also keine „Kiste“. Die Laube muss darüber hinaus auch aus wesentlich stabilerem Holz gebaut und im Boden verankert werden.
    Nach längerer Auseinandersetzung vor Ort möchten wir einen Eigenbau mit standardisiertem Material realisieren. Dazu wurden bereits Pläne erarbeitet. Die einzelnen Bauteile sollen in einer verfügbaren Werkstatt in Gemeinschaftsarbeit gefertigt werden. Das stärkt den Gruppenprozess und entspricht dem Gemeinschaftsgedanken unserer Gemeinschaftsgärten. Wir wollen aus stabilem Holz eine Werkzeuglaube fertigen und diese
    gemeinsam auf der Fläche installieren. Da auf dem garten noch keine Möglichkeit besteht einzelne Bauteile einzuschließen muss der Gemeinschaftsbau in einer ausgelagerten Werkstatt erfolgen. Dazu halten wir uns selbstverständlich an die Vorgaben während der Covid-19 Zeit und beginnen unser Vorhaben erst, nachdem wir die offizielle Erlaubnis dafür haben.
    Es hat sich gezeigt, dass alle soliden Bauten dort auf der Fläche unberührt von Vandalismus geblieben sind. Je mehr der Garten belebt wird und die Nachbarschaft einbezogen ist, umso weniger gehen wir von Vandalismus auf der Fläche aus. Es erfordert eine kontinuierlich arbeitende Gruppe mit Zugang zu Material und Werkzeug. Mit Hilfe der Anstiftung möchten wir nun die anstehenden Voraussetzungen schaffen um den Garten Grünau weiter beleben und bepflanzen zu können.
    Die Gruppe des Gartens in Grünau besteht im Kernteam aus 6 Ehrenamtlichen, die von dem Bundesfreiwilligen, der April – Oktober die Außenflächen des BUND Leipzig betreut, unterstütz wird. Die Aktiven kommen größtenteils aus dem Stadtteil oder dem angrenzenden Stadtgebiet.

    die Teile in der Werkstatt werden von den Aktiven des Garten Grünau gefertigt. Sie erhalten dabei Anleitung und Unterstützung von einem Aktiven des BUND, der seine Werkstatt dafür zur Verfügung stellt.

    Dabei müssen wir uns natürlich nach den dann aktuell gültigen Vorschriften halten, aber ich hoffe, dass mit Mundschutz und Abstand zwar nicht so eng, aber doch gemeinschaftlich gefertigt werden kann. Ich schätze da können sich 2-3 Personen abwechseln. Einer kann schleifen, einer kann das Holz behandeln und einer sägen. Dabei kann man sich abwechseln. Da es einige Tage dauern wird bis die Bauteile gefertigt sind werden insgesamt 6-8 Gärtner der bisher Aktiven in Grünau an der Aktion teilgenommen haben. So wie gerade in dem Garten gearbeitet wird. Abwechseln und mit entsprechendem großen Abstand.

    In der Werkstatt werden die Bauteile gefertigt, die dann im Garten als große Gemeinschaftsaktion zusammen gebaut werden soll. Da sollen alle Aktiven einbezogen werden und wir suchen weitere Freiwillige für diesen Aktionstag. Das werden wir nach den aktuell möglichen Gegebenheiten entsprechend anpassen. Geplant war eine große gemeinschaftliche Aktion hierfür. Diese soll über unsere Kanäle geworben werden. Wir wünschen uns dadurch neue Interessierte und aktive anzusprechen und für das Projekt zu begeistern.

    In der jetzigen Corona-Zeit können in der Werkstatt mit mindestens 3m Abstand 2-3 Personen gleichzeitig verantwortungsvoll tätig werden. Hygienevorschriften werden dabei eingehalten.

    Der Aufbau (das wird ja noch einige Zeit dauern und wir hoffen, dass dann im Sommer erste Veranstaltungen wieder möglich sind) im Garten bedingt einen Gemeinschaftsprozess. Das bedeutet, dass die Laube erst zusammen draußen aufgebaut werden kann, wenn es offiziell möglich ist. Der Aufbau impliziert eine Zusammenarbeit. Diese muss eventuell so lange verschoben werden bis diese wieder möglich ist. Wir gehen davon aus, dass dies an der freien Luft in unserem großen Gemeinschaftsgarten ab Sommer umgesetzt werden kann.

    Die bisher angeschafften Utensilien werden weiterhin benutzt. Die bisher umgesetzten Bauprojekte für die keine Kosten angefallen sind, werden weiter genutzt.


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  • mobile Radwerkstatt im Gleisbeet

    (Gu, NL)

    Die mobile Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt der NaturFreunde ist in Berlin unterwegs und gibt Hilfe zur Selbsthilfe bei
    Problemen rund ums Fahrrad.
     
    In der Radsaison ist sie u.a. beim Repair-Café der NaturFreunde in der Paretzer Str. 7 und beim Urban-Gardening
    Projekt GleisBeet in Friedrichshain zu finden.
     
    Kleinere Defekte wie kaputte Schläuche o.ä. können sofort unter Anleitung repariert werden. Aber auch größere
    Reparaturen sind möglich. Wenn ein Austausch größerer Teile notwendig ist, diese bitte mitbringen. Spezielles
    Werkzeug ist vorhanden.
     
    Die mobile Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt ist auf einem Anhänger eingerichtet, sodass auch Termine für Gruppen vor
    Ort organisiert werden können (mehr …)

  • neues Gartenprojekt in Bielefeld hat „Knebelvertrag“ vorgelegt bekommen

    (Gu, Mail, 24.7.)
    In Bielefeld hat Transition Town schon 2 Gartenprojekte angeschoben, die auf städtischen Grabelandflächen entstanden sind. Nun gibt es noch ein neues im Ostmannturmviertel (Projektbericht ist beim Projekt abgelegt), was in Kooperation mit der Sportjugend enstand. „Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Bielefeld und dem Verfügungsfonds Ostmannturmviertel (Programm Stadtumbau West – Nördlicher Innenstadtrand) wurden in Nachbarschaftshilfe 14 Hochbeete in Form sechseckiger Wabenbeete von den zukünftigen Nutzern errichtet. Praktische Unterstützung erhielten die 50 Nachbarn von Pip Cozens (Art at Work) und Reinhold Poier von Transition Town Bielefeld. Die Beete stehen zumeist auf öffentlichen Rasenflächen, in einem Innenhof der BGW und von 24 Schülern der Luisenschule/Bio AG wurden gemeinsam mit der Sportjugend zwei Beete auf dem Schulgelände errichtet.[…] Die Wabenbeete wurden an mehreren Terminen in der als Werkstatt genutzten Lagerhalle des Umweltzentrums in nur 4 Wochen von den Nachbarschaften unter Anleitung gebaut, mit Erde gefüllt und von ihren Bewirtschafter*innen individuell bepflanzt. Bis zum Stadtteilfest im Ostmannturmviertel am 13.06.2015 konnte somit in allen Beeten Gemüse sprießen. Die 14 Beete stehen im Grünzug im Ostmannturmviertel zwischen der Luisenschule und dem Umweltzentrum.
    Alle Materialien für das Projekt konnten lokal aus Bielefeld und zumeist sogar aus dem Viertel bezogen werden. Baumaterial von Holzhandlung Schröder & Hoffert; Mutterboden wurde an 3 Stellen am Grünzug platziert von Baustoffhandel H. Vollmer; Gemüsepflanzen wurden vom Transition Town Gemeinschaftsgarten vorgezogen.“ Es machen wohl 50 Leute aus der Nachbarschaft mit.
    Sie haben den städtischen Vertrag (Überlassungsvertrag) nicht abgewartet, der ein Entwurf ist (die Stadt ist verhandlungsbereit) und darin angesprochen sind Rückbauverpflichtung, Aufsichtspflicht, Wiederherstellungspflicht bei Vandalismus, Pflege-, Unterhaltungs- Verkehrssicherungspflicht, gerichtsfeste Dokumentationspflicht, Ausschluss von Fremdnutzung (z.B. als Mülleimer). TT ist sieht sich als Initiator und Ermöglicher, aber nicht als Antragsteller oder Betreiber des Projekts. Gekostet hat das Projekt bisher 5700 Euro, die eigentlich ein durchlaufender Posten sein sollten. Nun wird die Auszahlung zurückgehalten, bis der Vertrag unter Dach und Fach ist. (mehr …)