Schlagwort: Weuengarten

  • Bauworkshops in Essener Gemeinschaftsgärten

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    Noch ist die Gruppe der Gärtnernden am Oberlehberg in Kettwig Auf der Höhe klein, jedoch geht es Schritt für Schritt voran. Am Samstag, 13. Mai wird ab 14 Uhr ein Palettenbau-Workshop dort stattfinden, zu dem alle Interessierten aus Kettwig und auch aus ganz Essen herzlich willkommen sind. Wir freuen uns, wenn Jugendliche, z. B. aus dem Jugendtreff an der Rheinstraße hinzu kommen und uns mit Schaffenskraft und Ideen bereichern.

    Es erwartet die Teilnehmenden die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung des Industriedesigners Frank Münter aus Einwegpalettenholz Nützliches für den Außenraum wie Garten, Balkon oder öffentliche Flächen zu bauen. Auch besteht an diesem Nachmittag die Möglichkeit den neuen Garten anzuschauen und mit den Gärtnernden in Kontakt zu treten.

    Erstes Ziel des Workshops ist es, ein kleines Gerätehäuschen zum Aufbewahren der Gartengeräte im Gemeinschaftsgarten und gerne auch Schutzdächer für die Tomatenpflanzen fertig zu stellen. Es können jedoch auch Pflanzgefäße für den eigenen Vorgarten, eine Bank oder anderes mehr gebaut werden. Münter ist schon in verschiedenen Essener Gemeinschaftsgärten in dieser Weise tätig geworden ist und unter seiner Anleitung und Hilfestellung ist unter anderem der Wandergarten entstanden wie auch zahlreiche Pflanzgefäße, Hochbeete, Bänke, Häuschen und mehr. Weitere Bau-Workshops wird es im Mai noch an anderen Essener Orten geben: Am Sonntag, 14.5. ab 10 Uhr der Bau von Pflanzgefäßen auf dem Weberplatz im Essener Zentrum sowie am Samstag, 27.5. ab 11 Uhr der Bau von Schutzdächern für Beeren und Tomaten im Weuengarten, Weuenstraße 24 in Essen-Altendorf.

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  • Weuengarten Essen: nur eine Person aktiv

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    Seit dem Frühjahr wandelt sich die Fläche des früheren Spielplatzes in einen Gemeinschaftsgarten. Eine Idee, von der Sabine Mehske, die zehn Minuten Fußweg entfernt wohnt, nach wie vor begeistert ist. Anfangs findet sie auch einige Mitstreiter, die so denken wie sie. Sie hat Spaß mit anderen zu Gärtnern und daran, „sich ein Stück weit selbst zu versorgen“. Grün und Gruga spendiert als Starthilfe vier große Hochbeete, in denen heute Paprika und Bohnen, Radieschen, Möhren, Zitronenmelisse und Petersilie wachsen. Auf dem Feld, ein paar Schritte weiter, wo Blätter von Kohlrabi zu erkennen sind, lechzt der helle, trockene Boden nach Wasser. So oft sie kann, kommt Sabine Mehske vorbei, schaut nach dem Rechten und macht etwas im Garten. Da von den anfänglichen Mitstreitern nur noch ein, zwei sporadisch vorbeischauen, bleibt fast alles an der 49-Jährigen hängen. So oft es nötig wäre, schafft sie es dann aber doch nicht, in den Gemeinschaftsgarten zu kommen. Jobs und Privatleben verlangen auch ihr Recht. Und sie hat ja auch noch Zuhause einen Garten zu pflegen.
    Spindelmäher gesucht

    Sabine Mehskes Motivation hat gelitten. Das hört man zwischen den Zeilen heraus. Sie hat gelitten, wenn auch nicht in dem Maße, wie das Gras rundherum gewachsen ist. Es fehlen nicht nur Mitstreiter, es fehlt auch ab und zu an dem entsprechenden Gerät. Wer zum Beispiel einen Spindelmäher entbehren kann, würde in Sabine Mehske eine dankbare Abnehmerin finden. Spindelmäher, jene nur durch Muskelkraft bedienten Mäher, verdeutlichen ihre Grundeinstellung. Nachhaltig soll es im Gemeinschaftsgarten an der Weuenstraße zugehen.

    Dafür sind mit dem Geräteschuppen, den Hochbeeten und den Kompostkisten die Basis gelegt. Allesamt zieren übrigens farbenfrohe Bilder. „Die haben Kinder aus Altendorf mit Pflanzenfarben gemalt“, erzählt Sabine Mehske.

    Der Gemeinschaftsgarten soll offen für alle sein. Ein Tor gibt es nicht, erst recht keines, das man verschließen kann. Der Gemeinschaftsgarten steht jedem offen. Kindern sowieso. Und Hundebesitzern. Keine Angst vor Hundehaufen? „Mit den Hundebesitzern hier habe ich bisher ausschließlich gute Erfahrungen gemacht.“

    Trotzdem: Nicht alle Zeitgenossen nehmen das ehemalige Gelände als Chance wahr. Ab und zu gibt es mutwillige Zerstörungen. „Diese Menschen sollten stattdessen besser mitmachen und später etwas von den angepflanzten Kräutern mit nach Hause nehmen“, schlägt Sabine Mehske vor. „Ich wünsche mir, dass der Gemeinschaftsgarten zu einer Oase wird, in der die Menschen zueinander finden“, sagt sie. Jedes Hochbeet, so eine ihrer Ideen, könne zum Beispiel von je einer Familie betreut werden. Wer mitmachen will, müsse keinen „grünen Daumen“ besitzen. „Man muss nur Spaß haben und kommen und Lust haben, etwas mit anderen Menschen zu machen“.

    Aufgegeben hat Sabine Mehske ihren Wunsch nach einem mit viel Leben erfüllten Gemeinschaftsgarten noch nicht. Ohne gleichgesinnte Ehrenamtliche wird der Wunsch aber wohl irgendwann eingehen wie eine Pflanze ohne Wasser.

    Sabine Mehske steht in Altendorf allein auf weiter Flur | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
    http://www.derwesten.de/staedte/essen/nord-west-borbeck/sabine-mehske-steht-in-altendorf-allein-auf-weiter-flur-id12128768.html#plx1573899632 (mehr …)

  • Gemeinschaftsgärten in Essen

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    Im Zuge der Klimawochen Ruhr werden in verschiedenen Stadtteilen Essens neue Gemeinschaftsgärten integriert. Hier soll zusammenwachsen, was zusammen gehört: Die Bewohner des Stadtteils können gemeinsam Nutzpflanzen züchten, in den Gärten entspannen oder sie dekorieren. Der Weuengarten in Altendorf ist ein sehr junges Produkt dieser sozialen Idee. Hier entsteht seit März ein Fleckchen Grün für alle.

    Die Gruppe der Gemeinschaftsgärten Essen hat sich im Rahmen des Transition Town Movement gegründet, einer Bewegung für Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte in Städten. Einige Gärten wie der im Siepental existieren bereits seit 2012. Dementsprechend blühen dort bereits die Beete, aber auch im jungen Weuengarten ist die erste Saat gesetzt: Erdbeeren, Möhren, Kopfsalat. Dazu ist neben dem kleinen Schuppen ein Kompostlager bereit, Abfälle zur Zersetzung aufzunehmen. Die gesponserten Hochbeete und eine geplante Kräuterecke runden die Planung ab. Gartenleiterin Sabine Mehske und Kollegin Birgitta Jakubeit  sind bereits fleißig am Umgraben, irgendetwas ist immer zu tun.

    Die beiden Gartenfans betreuen das junge Projekt von Beginn an und hoffen, wie bei den Gärten in anderen Stadtteilen auf großen Zuspruch aus der Nachbarschaft. Die Stadt verwendet alte Spielplätze oder leere Grünflächen, um daraus die Gemeinschaftsgärten zu machen, erklärt Sabine. Allerdings nur, wenn die Orte ansonsten nicht genutzt werden oder es Alternativen gibt. So ist in Altendorf ein weiterer Spielplatz gleich um die Ecke. Probleme entstehen nur bei der fehlenden Kommunikation mit den Anwohnern, wenn die Gartenprojekte im Vorhinein nicht angekündigt werden. Dann kann es vorkommen, dass die Nachbarn sich übergangen fühlen oder denken, sie können die Fläche nicht mehr nutzen. Meistens kann man den Leuten die Bedenken aber schnell nehmen, wenn man ihnen klar macht, dass der neue Ort für alle da ist. […]

    Wenn das Projekt in diese Richtung weitergeht, wird auch im Stadtteil Altendorf direkt am Niederfeldsee nächstes Jahr ein wunderschöner Garten für die Bewohner zur Verfügung stehen. Um aber noch einmal zu verdeutlichen, wie das Ganze in der Zukunft aussehen kann, präsentieren Sabine Mehske und Birgitta Jakubeit  einen kleinen Garten, der schon länger besteht. Auch in der Diergarth-Straße wurde ein Spielplatz umfunktioniert.
    […]

    http://www.coolibri.de/redaktion/unterwegs/gemeinschaftsgarten-essen-altendorf-weuengarten.html (mehr …)