Schlagwort: Wiesbaden

  • Wiesbaden. Wohnungsbaugesellschaft testet Garten in Wohnanlage

    (alerts)

    Möhren, Mais, Bohnen und Gurken. Diese Vielfalt an Gemüse wächst von nun an im Innenhof einer Wohnanlage zwischen der Andreasstraße, Imaginastraße und Pfälzer Straße in Biebrich. Auch Kräuter und Früchte sollen angebaut werden, wie Thomas Keller, Geschäftsführer der Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbH (GWW), erklärt.

    Dazu hat die GWW gemeinsam mit der Acker-Company eine 150 Quadratmeter große Teilfläche im Innenhof des GWW-Quartiers für den Anbau vorbereitet. Mithilfe der Mieter soll es gedeihen. Die Idee dahinter: Menschen, die in der Stadt keine eigene Gartenfläche besitzen, die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Umfeld aktiv mitzugestalten. Durch das gemeinsame Engagement und die kostenfreie Ernte könnten neue Nachbarschaften im Quartier entstehen, so Keller. Nützliche Tipps zur Bewirtschaftung der Fläche gibt es dazu noch in einer wöchentlichen Ackersprechstunde. Die Erfahrungen aus dem Projekt sollen dann auch in zukünftige Wohnquartiere einfließen.

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  • IG in Wiesbaden darf nur öffnen, wenn sie ein Klo haben

    (Antrag, Antworten)

    WisaWi, der Träger, hat u.a. einen Garten an einer Unterkunft aufgebaut. Um da weiter tätig sein zu können, brauchen sie eine Toilette, ansonsten dürfen sie den Garten nicht öffnen.

    1. Wie viele Menschen nutzen den Gemeinschaftsgarten/haben ihn durchschnittlich im letzten Jahr genutzt (trotz Corona)

    Das war unterschiedlich, 15 – 35 Menschen an den Tagen, wenn wir vor Ort waren und an Aktionstagen auch mehr (ca. 50). Manchmal wetterbedingt auch niemand. Jedoch nicht so viele, wie in den Vorjahren, das ging wegen Corona nicht. Es wurde vom Amt nicht erlaubt, dass die Menschen den Code für die Eingangstür bekommen, somit konnte niemand alleine hinein, was zum Gärtnern aber erforderlich gewesen wäre. Deshalb nur die Gemeinschaftsbeete und Kinderbeete, die wir dann, wenn nötig gegossen haben, im Sommer dann kurz nach der Arbeit. Dieses Jahr darf der Garten zwar nicht offen bleiben erstmal (früher war er bis 22 Uhr geöffnet), aber die Menschen, die in den Garten kommen und ihn nutzen, dürfen den Zahlencode bekommen. In den Jahren zuvor haben ca. 60 geflüchtete Menschen Beete angelegt und noch mehr Menschen befanden sich so im Garten.

    2. Wie viele Menschen werden die Komposttoilette zusammen bauen und wo soll der Bauworkshop stattfinden?

    Es werden so viele Menschen die Komposttoilette bauen, wie dann gestattet ist und praktikabel. Da wir einige Menschen haben, die aus gleichen Hausständen kommen (sowohl ehrenamtliche Einheimische, als auch ehrenamtliche Geflüchtete aus dem Verein), sind da durchaus einige möglich. Zu viele sollten es dabei aber nicht werden. Mein Mann ist Tischlermeister und wird dies alles leiten. Es findet alles im Garten statt. Wir halten uns (abgesehen von der Betreuung, wobei diese Menschen ebenfalls im Garten oft mitmachen) corona-bedingt mit Vereinssachen nur noch im Garten auf. Die Komposttoilette ist notwendig, da wir den Garten sonst für Gäste, das Come together Cafe, die Menschen der Unterkunft  nicht öffnen dürften.

    3. Besteht die Kindergruppe aus Kindern, die in der Unterkunft wohnen oder sind da auch Nachbarskinder dabei?

    Die „richtige“ Kindergruppe besteht aus Kindern der Unterkunft und ehemaligen Kindern der Unterkunft in diesem Jahr (wegen Umzug, sie haben aber schon gefragt, wann es endlich losgeht ;)), es kommen aber auch desöfteren andere geflüchtete Eltern mit ihren Kindern vorbei, z.B. die im Come Together Cafe mitmachen (das Come together Cafe hat eine Kooperation mit uns und sie können den Garten dementsprechend nutzen, bei allem mitmachen und auch ihr Café immer Donnertags abhalten).

    4. Bitte erläutern Sie das Kinderhaus noch ein wenig: wofür wurde es bisher genutzt? Letztes Jahr wurde es erst einmal aufgebaut (mit Kindern und Erwachsenen zusammen) und von den Kindern verschönert (bemalt). Im Winter/Herbst/ und bei Sturm wurde es als Lagerstätte genutzt, z.B. für Gartenmöbel und diverse andere Dinge. Dieses Jahr wird es für die Kinder eingerichtet, da in unserem „Erwachsenenhäuschen“ nicht auch noch Platz für Kindersachen ist und es deswegen im Erwachsenenhäuschen sehr chaotisch war. (Dafür beantragen wir hier aber kein Geld) . Das Kinderhaus ist dann nur für die Kinder (und Betreuerinnen).

    Das Kinderhaus wird aber im Winter weiterhin als Lagerstätte genutzt.

    Was soll nach Ausbau dort weiter passieren? 

    Der Anbau ist dafür da, Gartenmöbel, Schubkarren, Transportwägen und anderes im Regen/Winter zu schützen, ansonsten kann er im Sommer vielfältig genutzt werden, z.B. können auch Menschen auf  Gartenmöbeln darunter sitzen und spielen, Deutsch lernen, sich unterhalten, Hausaufgaben mit ihren Betreuern machen etc.. Da der Garten sehr groß ist, jedoch keine (großen) Bäume hat und wir nur einen richtigen, aber kleinen Holzpavillon haben, hätten wir auch noch einen Schattenspender, unter dem man sitzen kann.

    Wer würde die Kinderwerkstatt nutzen und ist diese nur für Kinder? Wer kümmert sich dann um die Kinderwerkstatt und wie soll diese ausgestattet werden?

    Die Kinderwerkstatt kann von Erwachsenen und Kindern benutzt werden.

    Zum Beispiel gibt es dann auch einen Platz für unsere (Erwachsenen) Werkbank. Wir haben bereits einige Werkzeuge für Kinder und Erwachsene und eine Werkbank für kleinere, die noch nicht die Große benutzen können, soll angeschaff werden (nicht mit Ihren Fördermitteln). 
    Im Prinzip ist es auch im Garten so, dass wir so gut wie alles mit den Kindern zusammen machen, das war von Anfang an so. Sie lassen sich auch gar nicht davon abhalten.

    Als Lager kann die Werkstatt im Herbst/Winter auch genutzt werden. Wir haben leider auch viele Sachen und auch Pflanzen, die im Winter etwas geschützt werden müssten, aber bisher kaum Lagerfläche als Schutz, sodass vieles auch frühzeitig kaputt geht. Manches wird auch mit Folie abgedeckt, aber das geht nur bei Manchem und schützt auch nur bedingt.

    5. Wer wird sich um die Säuberung und Leerung der Komposttoilette kümmern und was soll mit den Hinterlassenschaften dann passieren?

    Nowato wird die Wartung übernehmen und die Verwertung der Reststoffe durch Kompostierung, da wir dies hier weder im Garten dürfen, noch in den Kläranlagen. Das war die beste Möglichkeit und wird so auch noch verwertet. Kostet natürlich auch Geld, aber etwas anderes haben wir trotz Suche nicht gefunden.

    Säubern werden wir die Toilette/das Handwaschbecken natürlich auch, schon alleine wegen des Hygienekonzepts. Die Toilette werden nur Ehrenamtliche von WisaWi und Gäste nutzen. Die Tonnen wird Nowato säubern.


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  • WisaWi e.V. macht Gartenprojekt mit Werkstatt mit Geflüchteten

    (Antrag/Antworten)

    In Wiesbaden:
    Seit 2017 gestalten wir gemeinsam mit Geflüchteten einen Gemeinschaftsgarten in Wiesbaden Biebrich.
    Das Gartengrundstück ist ca. 2500 qm groß. Wir haben es von der Stadt gepachtet. Direkt neben dem Grundstück befindet sich eine Gemeinschaftsunterkunft mit Geflüchteten.
    Vorrangig sollten die Geflüchteten der Gemeinschaftsunterkunft, sowie die Menschen aus der Nachbarschaft in das Gartenprojekt integriert werden.
    Auch andere Menschen beteiligen sich, die nicht aus der direkten Nachbarschaft kommen.
    Außer den Geflüchteten der Unterkunft (ca. 250 Personen, meistens machen 40-60 Personen im Garten mit) kommen auch Geflüchtete aus anderen Stadtteilen in den Garten, u.a. auch Geflüchtete, die von unserem Verein betreut werden oder sich bei uns engagieren.
    Außerdem engagieren sich auch Menschen des „Welcome Cafe“ im Garten, sie haben auch ein Gemeinschaftsbeet dort.
    Die Menschen können im Garten ihre eigenen Beete anlegen, ebenso können sie sich zusammenschließen und Gemeinschaftsbeete anlegen. Auch von uns werden Gemeinschaftsbeete angelegt.
    Es gibt bereits 3 Hochbeete, die aus Paletten mit den Geflüchteten selbst gebaut wurden und auch selbst gebaute Gartenmöbel. Ein Brunnen wurde gebohrt und liefert Wasser, wenn das Wasser aus dem Brunnen nicht reicht (was im Sommer oft der Fall ist), können wir das Wasser der Gemeinschaftsunterkunft benutzen und mit einem Schlauch wässern.
    Im Jahr 2017 und 2018 wurde unser Projekt gefördert (die Förderung war aber auf zwei Jahre begrenzt), sodass wir einen Grundstein anlegen konnten. Abgesehen davon, dass dort nicht alles, was benötigt wird, inbegriffen war, brauchen wir jetzt, um weiterzukommen, auch einige unabdingbare Materialien etc..
    Im Gemeinschaftsgarten kann man nicht nur Gärtnern, er dient auch als Rückzugsort, Begegnungsstätte und für diverse Aktivitäten.
    Wir bieten diverse Aktivitäten an (in der Vergangenheit, wie auch dieses Jahr wieder), kreatives Gestalten unterschiedlichster Art mit Erwachsenen und Kindern, Spielangebote, Bewegungsangebote, Upcycling, Holzarbeiten, Palettenbau, Möbelbau für den Garten, aber auch Workshops für Menschen, die etwas für ihr Zuhause bauen möchten und andere handwerkliche Projekte. Dies ist teilweise auch offen für alle Menschen, die einfach so vorbei schauen möchten. Außerhalb der Gartensaison bieten wir einige solcher Aktivitäten z.B. Workshops/offene Werkstatt auch in anderen Räumen an, in der Gartensaison hingegen gibt es dann diese Angebote im Garten selbst, offen für alle, zusätzlich zu den Angeboten für die Geflüchteten und andere, die im Garten tätig sind.
    Dieses Jahr möchten wir mit den Menschen auch eine Kräuterspirale anlegen, sowie weitere Hochbeete, da die 3 Hochbeete gar nicht reichen. Auch andere Arten von Beeten sind geplant, wie zum Beispiel Frühbeete und Strohbeete.

    1. Habt ihr das Grundstück auf eine unbefristete Zeit gepachtet? Wie hoch ist die Pacht?

    Das Grundstück wurde zunächst für sieben Jahre gepachtet, kann jedoch u.U. verlängert werden. Wir müssen keine Pacht zahlen.

    2. Wie viele Beete gibt es bereits? „Nur“ die drei Hochbeete? Oder gibt es auch „Erd“Beete?

    Das war ganz unterschiedlich, je nach Jahr, da sich unterschiedlich viele und unterschiedlich engagierte Menschen beteiligt haben. Wir hatten teilweise 60 Beete, im anderen Jahr ca. 40, in einem 20. Das waren aber Einzelbeete für die Menschen.
    Diese sind auch noch hauptsächlich vorhanden, müssen nur noch bearbeitet und bepflanzt werden.

    Außerdem haben wir verschiedene Gemeinschaftsbeete, zum einen das vom Come together Café, zum anderen eines mit größeren Kräuterbüschen, Beerensträuchern und anderem.
    Jedes Jahr haben wir auch Gemeinschaftsbeete für Tomaten, Kürbisse und Chillis angelegt. Wir haben ein Gewächshaus, das fungiert auch als Gemeinschaftsbeet für Tomaten, Chillis und andere Pflanzen, die besser geschützt werden müssen.

    3. Wie groß ist die Fläche, auf der gegärtnert wird/gegärtnert werden soll?

    Das kommt darauf , wie viele Menschen gärtnern wollen. Bis auf die Stellen, auf denen die Häuschen/Pavillons/Kompost etc. stehen, die Kräuterspirale angelegt werden soll und der Mittelteil des Gartens, der wegen Kieseluntergrund nicht dafür genutzt werden kann (dafür machen wir dort die handwerklichen Dinge, Treffen usw.),  kann theoretisch der Rest dafür genutzt werden. Praktisch ist es aber so, dass wir auch Bienenblumenwiesen anlegen am Rand, Wege, Plätze zum "Chillen", Plätze für die Kinder zum Spielen oder auch Beete anlegen/Tipi aus Bohnenranken für Kids usw. . Es ist ja auch wirklich genug Platz vorhanden. Wir haben natürlich auch weitere Pläne, wie und wann diese umgesetzt werden können, müssen wir mal schauen. Man kann ja nicht alles auf einmal machen ;).

    4. Wie viele der 40 – 60 Leute gärtnern tatsächlich? Ihr macht ja noch so viele andere tolle Aktivitäten

    Im ersten Jahr waren es 60 gärtnernde Leute, im zweiten 40 - dann kamen noch andere Menschen hinzu, die an Aktivitäten teilnahmen, nur gechillt haben, im Garten gespielt haben, sich beraten haben lassen, Hausaufgaben gemacht haben etc.. Wie es dieses Jahr sein wird, wissen wir nicht, da sich die Zusammensetzung der Menschen in der Unterkunft immer ändert. Wir wollen auf jeden Fall die Gruppe alleinerziehender Mütter stark einbeziehen, als auch andere Zielgruppen und natürlich kann ja auch jeder mitmachen, der möchte.

    5. Was passiert mit der Ernte?

    Die Ernte der Einzelbeete kann jeder selbst für sich verwenden (was gerade für die Geflüchteten der Unterkunft sehr gut ist), die Gemeinschaftsbeete sind für alle, also auch die Ernte. Bei den gemeinschaftlichen Kräuter- und Salatbeeten (schnell wachsende) kann sich immer jeder nehmen, was sie/er braucht. Das hat immer gut geklappt.

    Manches haben wir auch für Feste verwendet, also es wurde aus der Ernte gekocht für ein Fest, sowohl von den Geflüchteten, als auch von uns.

    6. Wie werden die Werkzeuge untergebracht, wie zugänglich sind diese dann für wen? Und wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind die Werkzeuge im Winter in einer Offenen Werkstatt an einem anderen Ort untergebracht? Wo und wie und von wem werden die dann genutzt?

    Unsere bereits vorhanden, notwendigen Gartengeräte sind in einem kleinen Gartenschuppen, zu welchem jeder, der mitmacht, also auch die Geflüchteten, Zugang hat (Zahlenschloß).

    Dann haben wir noch ein Gartenhäuschen, in welchem Geräte und Materialien untergebracht sind, die von uns (Verein) bei Bedarf herausgegeben werden oder für Aktivitäten benutzt werden. Das ist auch so notwendig. Die jetzt beantragten Werkzeuge würden auch dazu gehören, bis auf manche, die man immer braucht, wie z.B. eine Säge und einen Hammer zum ziehen von Nägeln u.ä. (aber davon nicht alle, nur eines). Im Winter könnten wir bestimmte Werkzeuge auch für die offene Werkstatt verwenden (im Garten braucht sie dann ja keiner), so bräuchten wir das nicht zweimal beantragen. Diese werden dann von den Leuten genutzt, die an der offenen Werkstatt teilnehmen. (Unter Anleitung - auch im Garten gibt es natürlich Anleitungen etc.)

    7. Das mit den Tomatendächern habe ich noch nicht ganz verstanden. Es können entweder 10 für Einzelbeet und eins für ein Gemeinschaftsbeet oder 20 für Einzelbeete gebaut werden? Wer entscheidet das und wären die für die Einzelbeete dann alle auch an einer Stelle oder wird ein großes gebaut, was dann unterteilt werden soll?

    Wir bauen ein langes/großes Tomatenbeet (überdacht), welches dann in Teile aufgeteilt wird. Je nachdem, wieviele Menschen im Mai Einzelbeete anlegen möchten, werden Einzelbeete angelegt, den Rest würden wir dann als Gemeinschaftstomatenbeet nutzen. Das, was ich geschrieben habe, war nur eine Schätzung (20 Einzelbeete, 10 für ein Gemeinschaftsbeet), es kann natürlich auch anders werden, je nachdem, wie interessiert die Menschen an Tomatenbeeten sind.
    Wir haben auch ein paar Tomatenpflanzen, die wir gerade ziehen, die ohne Dächer in den Garten gepflanzt werden können, dies wird dann ein Test-Gemeinschaftsbeet.

    8. Habt ihr eine Finanzierung für die Zeiten, zu denen jemand von euch vor Ort ist? Wenn ja, woher?

    Das macht u.a. ein Bufdi, wir wurden als Einsatzstelle anerkannt und das wird dann auch ab April losgehen. Die anderen unseres Vereins machen es komplett ehrenamtlich, ohne Gelder.

    Und noch eine wichtige Sache: wir machen auch Workshops und erklären den Menschen, dass sie die Samen aus der Ernte aufheben sollen (und wie), da sie ja im nächsten Jahr wieder benutzt werden können. Bei den Gemeinschaftsbeeten kümmern auch wir uns darum.

    Es werden auch Gemeinschaftsbeete von bestimmten Gruppen angelegt, also es schließen sich manchmal mehrere Frauen oder andere Gruppen zusammen, die dann gemeinschaftlich verschiedene Gemüsebeete bearbeiten und sich dann innerhalb der Gruppe die Ernte teilen.


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  • In Wiesbaden ist ein IG in Kooperation mit dem Amt für Grundsicherung und Flüchtlinge entstanden

    (gu, alerts)

    […] Bevor die Saison im Gemeinschaftsgarten in Biebrich zu Ende geht, feiern die Gärtner ein Herbstfest. Seit Mitte Mai haben sie auf dem vormaligen Brachgelände an der Zaberner Straße geackert: den Garten geplant, den Boden um- und Steine ausgegraben, einen sieben Meter tiefen Brunnen gebohrt, Beete angelegt, gesät und gepflanzt. Etwa 60 Pflanzenfreunde kümmern sich um sechs Gemeinschafts- und rund 50 private Einzelbeete. […]Vorstand des Vereins „WisaWi“ an. Der wollte schon länger einen Gemeinschaftsgarten verwirklichen, da traf es sich gut, als auf Initiative des Biebrichers Mario Bohrmann, Chefredakteur des „Lilienjournals“, das Amt für Liegenschaften das Grundstück neben der Flüchtlingsunterkunft anbot.
    Wisawi betreibt das Projekt in Kooperation mit dem Amt für Grundsicherung und Flüchtlinge. Finanziert wird es aus Mitteln des Amts für Zuwanderung und Integration. „Voneinander lernen, miteinander wachsen“ lautet das Motto des Gemeinschaftsgartens. Neben Mitgliedern der nahegelegenen Albert-Schweitzer-Gemeinde beteiligen sich auch einige Nachbarn. […]

    Eckdaten

    Gärtnern

    Das Gelände an der Zaberner Straße ist etwa 2200 Quadratmeter groß. Wasser ist vorhanden, eine Komposttoilette steht während der Saison zur Verfügung.

    Weitere Gärtner sind willkommen. Es gibt sowohl private Einzel- als auch Gemeinschaftsbeete.

    Gespendete Pflanzen und Saatgut nehmen die Gärtner gern entgegen, ebenso Gartengeräte oder –möbel sowie Geldspenden.

    http://www.fr.de/rhein-main/wiesbaden-ein-garten-fuer-alle-a-1364885 (mehr …)

  • IG auf ex Kasernengelände ist Treffpunkt

    (Gu aus alters)

    Im interkulturellen Gemeinschaftsgarten im Wohnviertel Kastel Housing sprießt es, meterhoch stehen manche Pflanzen. Und der Verein für eine bürgerinitiierte Quartiersentwicklung als Initiator ist gewiss, mit dem Projekt einen Wunschnerv getroffen zu haben. Es gehe nicht um eine ertragsorientierte Landwirtschaft, sondern um den Versuch, mit gemeinschaftlichem Gärtnern einen Raum für Begegnungen sowie für Integration zu schaffen. „Der wird gut angenommen“, sagt Initiativsprecherin Carolin Holzer.

    Kein halbes Jahr ist es her, dass die ersten Hochbeete aufgestellt und mit Pflanzerde befüllt wurden. Heute tragen zehn Interessierte das Gartenprojekt. Viele Menschen gesellen sich hinzu, einige von ihnen sind Flüchtlinge, die in den früheren Kasernen von Kastel Housing wohnen und in dem Urban Gardening eine Aufgabe finden. Der Gemeinschaftsgarten hat einen beachtlichen Umfang erreicht, er beschränkt sich nicht mehr auf einigen Hochbeeten, die auf einem Karree zwischen den Bauten angeordnet sind. Schon wird auf mancher Grünfläche gehackt und geharkt, um Samenkörner zum Keimen zu bringen und die Pflanzen aufzuziehen. […]

    Die Idee, es mit Urban Gardening zu probieren, sei lange vor der Ankunft der ersten Flüchtlinge auf dem Kasernenareal entstanden. Als klar wurde, dass die Kasernen frei würden, habe der Verein ein Zeichen für eine neue Zukunft von Kastel Housing setzen wollen. Eben mit dem Gartenprojekt, das sich an alle Menschen in Kastel richten sollte, nicht nur an die, die später dort Quartier bezogen. Mit einem Garten, mit dem sie sich identifizieren und das neue Viertel in den Stadtteil integrieren könnten. Als die Flüchtlinge kamen, habe das Projekt zusätzlich an Dynamik gewonnen. Die offenen Gartentreffen seien heute zu beliebten Treffpunkten geworden. Viele Kinder kämen, auch manche Erwachsene.

    Als die Stadt den Aktionstag „Wiesbaden engagiert“ ausrichtete, sei der Gemeinschaftsgarten im Westen Kastels schon so bekannt gewesen, dass Mitarbeiter einer Bank zwei Tage lang Sitzmöbel aus Holzpaletten angefertigt hätten, um ihm zusätzliche Qualitäten als Aufenthaltsort zu geben. Wer heute im Garten mitarbeite, bekommen vieles mit auf den Weg. Nicht nur schöne Gemeinschaftserlebnisse, sondern auch das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und dabei eine Menge zu lernen. Zum Beispiel, dass es Vorgänge gebe, die sich nicht von Menschen steuern ließen, weil die Natur die Mächtigere sei. Und dass es Arbeiten gebe, die sich in Gruppen leichter als allein organisieren ließen: „Man lernt, in Gemeinschaft etwas zu tun“, sagt Carolin Holzer. (mehr …)

  • Interesse am Aufbau eines Interkulturellen Gartens in Wiesbaden​

    von Najeha

    Eine Gruppe aus Wiesbaden organisiert seit längerer Zeit Kunstprojekte für Kinder in Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge.
    Sie möchten gerne einen Interkulturellen Garten für Kinder und Erwachsene in Wiesbaden aufbauen. Ein Beratungstreffen findet am kommenden Montag in Göttingen statt.

    Interkultureller Garten/Wiesbaden/Beratungstreffen

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  • Wiesbadener CDU setzt sich für urbanes Gärtnern ein

    (Gu aus alerts, 21.11)

    Garten in der Stadt

    Riedle ([von der CSU] informierte den Ortsbeirat über das Vorhaben, auf einem Grüngrundstück hinter der Friedrich-von-Schiller-Schule ein „Urban-Gardening-Projekt“ (Garten in der Stadt) einzurichten, unter Leitung eines Fachmanns und des Centrums für aktivierende Stadtteilarbeit (CASA).

    http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/mitglieder-des-ortsbeirats-rheingauviertel–hollerborn-in-wiesbaden-wollen-baeume-retten_14788818.htm

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