(Gu aus Antragsanfrage, 28.9.)
Wildwuchs e.V. ist ein Gemeinschafsgarten. Seit 2004 treffen wir uns regelmäßig jeden Mittwoch Abend und jeden Sonntag auf drei zusammenhängenden Grundstücken, die uns nacheinander von den Besitzern, die diese selbst nicht (mehr) pflegen können, günstig/umsonst überlassen wurden. Früher gehörten diese Grundstücke zur Allmende.
Das Projekt ist grundsätzlich offen. Neue und Interessierte kommen am Sonntag, damit wir sie auch mit Zeit und Ruhe begrüßen und einführen können. Leute, die weniger mobil sind – wie z.B. seit einigen Monaten auch Flüchtlinge – helfen wir, in den Garten zu kommen. Auf diese Weise entstand eine Kerngruppe von etwa 20 Leuten. Viele andere fühlen sich dem Projekt sehr verbunden, sind aber eher unregelmäßig dabei. Das Projekt ist Heidelberg gut bekannt und beliebt. Wir bekamen sogar einmal einen Nachhaltigkeitspreis der Stadt. Immer wieder führen wir auch Kinderfreizeiten durch.
Von den Ernte können sich alle nach Selbsteinschätzung so viel oder wenig mitnehmen wie sie wollen. Was übrig bleibt wird in der Lebensmittelkooperative „Appel un Ei“ günstig angeboten. Das Einkommen reicht nicht ganz, um unsere laufenden Kosten zu decken. Darum gibt es auch immer wieder gut besuchte Soliparties.
Für nächstes Wochende haben wir die Saftverarbeitung vorgesehen. Die Geräte würden dann in einer großen Geimenschaftsaktion von all jenen benutzt, die da sind und darauf Lust haben. Unbenutze Geräte verstauen wir im Schuppen, dieser ist aber allen Zugehörigen zugänglich. Gemeinsam würden wir dann immer wieder bis tief in den Herbst hinein, Äpfel pressen. Bei solchen Aktionen sind auch immer viele Kinder dabei, die mithelfen.
Wir achten darauf, dass Wissen geteilt wird und sich möglichst keine hirarchischen Strukturen ausbilden. Es gilt das Konsensprinzip. Plenum ist einmal im Monat. Für den Winder planen wir ein Wochende zur Selbstreflektion.