Schlagwort: Wormser Gemeinschaftsgarten

  • Worms: Feuerstelle im Gemeinschaftsgarten bringt Menschen zusammen

    (Sachbericht)
    die Feuerstelle mit einem großen Dreibeingrill zu ergänzen. Auch größere Gruppen haben nun kontinuierlich die Möglichkeit, an der Feuerstelle zu grillen. Seien es die Würste des lokalen Metzgers oder das selbstangebaute Gemüse und zum Zuckerfest selbstverständlich Lamm. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dadurch die sozialen Aktivitäten im Freien gefördert werden. Es bietet den Menschen die Möglichkeit, sich um das Feuer zu versammeln, Geschichten zu teilen
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  • Worms: Gemeinschaftsgartenfläche wird von vielen Gruppen genutzt

    (Antrag, Antworten)

    Gemeinschaftsgarten Worms

    Der Gemeinschaftsgarten in Worms, ein Projekt des Caritasverbandes Worms und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), entstand 2015 auf einem Gelände von 3.500 Quadratmetern Fläche in einem Landschaftsschutzgebiet am Stadtrand von Worms.

    Zu Beginn wollten wir einen Ort schaffen, an dem Menschen ihre eigenen Fähigkeiten einbringen und ihre Ideen gemeinsam umsetzen können und sich darüber hinaus verschiedene Generationen und Kulturen begegnen und miteinander organisieren können.
    Unser Ziel: Menschen sollen miteinander Verantwortung für die Natur, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft übernehmen.
    Nahrungsmittel sollen wieder wertgeschätzt, gemeinsam angebaut, geerntet und auch gemeinsam gegessen werden.

    Heute ist der Gemeinschaftsgarten in Worms ein etablierter Ort für vielfältiges, soziales Engagement und für Teilhabe. Verschiedenste Gruppen und Personen allen Alters, mit den unterschiedlichsten kulturellen und persönlichen Hintergründen, gestalten den Garten durch ihre Projekte, Angebote, Ideen und praktische Arbeit mit. An offenen Begegnungsangeboten (Mitbringpicknicks, Erntefest, Zuckerfest) sowie inhaltlichen Veranstaltungen (Outdoor-Camps, Baumschnitt- und Pflanzseminare, Bienenpflege, Gottesdienste, Schulprojektwochen) nahmen im letzten Jahr knapp 1.100 Menschen teil.

    Rund 40 verschiedene Gruppen, Vereine, Institutionen und Privatpersonen engagieren sich im Garten.

    Darüber hinaus wurde und wird der Garten durch zahlreiche weitere Gruppen und Initiativen genutzt (Pfadfinder, Pfarrgemeinden, Schulen, Kitas, Bewegung und Soziales e. V., Pflanzgruppen, Islamischer Kulturverein, BUND, Foodsharing-Initiative, Repair-Café, Stadtjugendarbeit etc.).

    Zum Bsp. pflanzt, jätet, mäht, erntet, imkert und keltert die sogenannte Nutzgartengruppe im Garten. Erträge werden geteilt, Überschüsse verteilt, wie etwa der leckere Gemeinschaftsgarten-Honig. Der BDKJ und Stadtjugendring organisieren hier Ferienspiele, die Pfadfinder gestalten hier 2 mal wöchentlich ihre Gruppenstunde, die Psychosoziale Beratung der Caritas bringt hier Gruppen zusammen, die Kinder- und Jugendhilfe setzt hier Projekte um, das Dekanat und Gemeinden feiern hier Gottesdienste und gestalten Gemeindearbeit. Auch der Islamische Kulturverein ist hier aktiv und feiert etwa das Zuckerfest.

    Es gibt Baumschnitt- und Pflanzseminare und erlebnispädagogische Angebote für Familien. Und es wird auch immer gemeinsam angepackt: sei es beim Baumschnitt, dem Anlegen einer Blühwiese, der Renovierung des Gartenhauses oder dem Errichten und Eindecken der 22 Quadratmeter- Pergola.

    Alle Gruppen und Einzelpersonen sind herzlich eingeladen, den Gemeinschaftsgarten in Worms kennenzulernen (der Gemeinschaftsgarten ist auch ein Standort des kommunalen, ökologischen Projektes „Stadtwandeln“) und ihre eigenen Ideen, sowie Vorstellungen und Bedürfnisse einzubringen.

    Hier im Gemeinschaftsgarten begegnen sich Menschen verschiedener Generationen und Kulturen beim gemeinsamen Tun oder Nichtstun. Im Garten gibt es kein Hauptamt oder Ehrenamt, keine exklusive Anspruchshaltung. Es gibt gemeinschaftlich getragene Verantwortung für extrem vielfältiges, soziales Engagement an einem wunderbaren Ort.

    Projektbeschreibung:

    Bedingt durch die Corona Pandemie konnten in den letzten 2 Jahren leider kaum gemeinsame Aktivitäten zur Renovierung oder zur Etablierung neuer Projekte des Gemeinschaftsgartens durchgeführt werden. Deshalb würden wir gerne verschiedene Teilprojekte umsetzen, um den Garten wieder attraktiver und vielfältiger zu gestalten und Raum bieten für die Weiterentwicklung des sozialen und ökologischen Engagements in Worms und darüber hinaus.

    Teilprojekt 1: Anlegen eines Gemüsegartens

    Eines unserer Anliegen ist die nachhaltige und gesunde Ernährung durch das gemeinsame Pflanzen, Pflegen und Ernten von selbst angebautem Gemüse. Vielen fehlt der eigene Garten, das Wissen über den Gemüseanbau oder auch die Zeit sich alleine um einen Garten zu kümmern. Unsere „Pflanzgruppe“ bringt die verschiedensten Menschen zusammen, ermöglicht den Austausch von Wissen und den Anbau von Gemüse und Kräutern für den eigenen Bedarf.

    Für die Erweiterung unseres Gemüsegartens würden wir gerne einen Hochbeetgarten anlegen und das anfallende Regenwasser unseres Gartenhauses zur Bewässerung nutzen. Hierfür bräuchten wir Materialien zum Bau der Hochbeete, sowie Container zum Auffangen des Regenwassers.

    Teilprojekt 2: Küche/Feuerstelle

    Regelmäßig finden in unserem Gemeinschaftsgarten Veranstaltungen der verschiedenen Gruppen, Vereinen und Initiativen statt für die eine nutzbare Küche, sowie eine Feuerstelle unerlässlich ist, die aktuell nur rudimentär vorhanden ist. Außerdem soll ein bestehender Lehmofen wieder instandgesetzt werden.

    So wird zum Bsp. das Erntefest veranstaltet, bei dem wir gerne das selbst angebaute Gemüse in der Gemeinschaft vor Ort zubereiten und genießen würden. Auch für die Veranstaltung vom Ferienspielen, Pflanzseminaren oder die vielfältigen, erlebnispädagogischen Angebote ist eine ausgestatte Küche dringend notwendig. Für den Aufbau unserer Küche des Gartenhauses bräuchten wir Materialien in Form von Regalen, einer Arbeitsplatte mit Spültisch, sowie weitere Ausstattungsgegenstände, wie einen Geschirr und einem Ofen.

    Durch die Ausstattung mit einem umweltfreundlichen Pelletofen könnte zudem unser Garten ganzjährig durch die verschiedenen Gruppen genutzt werden und die Reichweite enorm steigern.

    Teilprojekt 3: Tierische Besucher

    Auch tierischen Besuchern soll in Zukunft unser Gemeinschaftsgarten zur Verfügung stehen. Die 5 Alpakas der Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte St. Martha des Caritasverbandes Worms leben zusammen mit den Senioren in Mörstadt. Dort leben sie auf einer großzügig angelegten Weide und werden als therapeutische Unterstützung demenzerkrankter Menschen eingesetzt. Sie besitzen eine sehr ruhige und dennoch neugierige Wesensart, wodurch es spannend ist sie zu beobachten, und mit ihnen in Kontakt zu treten. Mit ihrer offenen Art können sie Menschen Antrieb geben und sie aktivieren.

    Gerne würden wir mit den Alpakas auch den Gemeinschaftsgarten regelmäßig besuchen, um den Nutzern, wie zum Bsp. Schulen und Kindergärten oder den sozialen Diensten des Caritasverbandes, wie zum Bsp. dem psychosozialen Zentrum, der Fachstelle für Migration und nicht zuletzt der Kinder- und Jugendhilfe, ebenfalls die Möglichkeit geben mit unseren Tieren zu interagieren.

    Gleichzeitig eigenen sich Alpakas hervorragend zur Landschaftspflege. Sie verursachen durch ihre weiche Sohle kaum Trittschäden und reißen durch ihre gespaltene Oberlippe das Gras nicht heraus, sondern fressen nur die Spitzen ab.

    Gerne würden wir unsere Grünflächen durch die Beweidung mit unseren Alpakas pflegen. Hierfür benötigen wir jedoch ein adäquates, eingezäuntes Gehege und einen Unterstand.

    1)     Wem gehört die Fläche, müssen Sie eine Pacht zahlen, ist die Nutzung befristet?

    a.      Caritasverband Worms e.V.

    b.      Keine Befristung

    c.      Keine Pacht, aber gemeinsame Verantwortung für Instandhaltung, Nutzung, Gestaltung von Angeboten

    2)     Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert und wie setzt sich diese zusammen?

    a.      Aktuell ein Kern von ca. 10 Personen unterstützt durch weitere aktive Gruppen im Gemeinschaftsgarten

    b.      Zusammensetzung: Flüchtlingsfamilie, Studenten, Senioren, BUND

    3)     Wie groß ist die Fläche, auf der tatsächlich gegärtnert wird (Gemüse/Obst und Kräuteranbau)

    a.      Streuobstwiese ca. 1000m²

    b.      Beete ca. 200m²

    4)     Wie viele Beete gibt es und wie groß sind diese?

    a.      Aktuell 8 Beete

    b.      Kräuterecke

    5)     Werden alle Beete gemeinschaftlich bewirtschaftet oder gibt es auch individuelle Beete?

    a.      Gemeinschaftliche Bewirtschaftung

    6)     Wer baut wann die geplanten Hochbeete, wie viele sollen das werden und wie viele Menschen können sich daran beteiligen?

    a.      Koordination des Aufbaus durch CV Worms

    b.      Beteiligung der Interessierten Gruppen und Privatpersonen

    7)     Werden diese Beete an bestimmte Menschen oder Gruppen vergeben?

    a.      Gemeinsame Verantwortlichkeit für die Bewirtschaftung (siehe oben)

    8)     Gärtnern auch Gruppen?

    a.      Einzelne Gruppen (z.B. BUND-Kindergruppe) beteiligen sich. Ansonsten ein Zusammenschluss von „Privatpersonen“

    9)     Wie laufen die Entscheidungen und Informationen rund um den Nutzgartenteil des Projekts?

    a.      Demokratisch!

    b.      Jeder bringt Ideen, Informationen ein: Jahresplanung

    c.      Ansonsten WhatsApp-Gruppe und direkte Kontakte / Absprachen im Garten

    10)  Was gibt es alles an Infrastruktur im Garten?

    a.      Gartenhaus

    b.      Strom

    c.      Brunnen

    11)  Ist der Garten jederzeit für die Nutzer*innen zugänglich?

    a.      Eingang mit Zahlencode (Gruppen und aktive Einzelpersonen haben diese und können diesen verantwortungsbewusst auch weitergeben) zugänglich.
    Somit auch ein spontaner Besuch von neuen Interessenten möglich (Kontaktdaten öffentlich)

    12)  Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu?

    a.      Gartengeräte stehen in Anbau

    b.      Zugang über Schlüssel im Schlüsseltresor (passend auch für Haus und Einfahrtstor)

    c.      Handhabung siehe Punkt 11

    13)  Wie haben Sie den Garten bisher finanziert? Wie beteiligen sich die vielen Gruppen und Initiativen und die Gärtner*innen an den Kosten?

    a.      Finanzierung des Gartens und der Infrastruktur aus Eigenmitteln des CV Worms

    b.      Gruppen beteiligen sich vorrangig mit Sachspenden und Arbeitseinsätzen

    14)  Haben Sie bei der Stadt schon bezgl. Finanzierung angefragt?

    a.      Stadt Worms hat keine zusätzlichen Finanzmittel im Haushalt

    b.      Dennoch ist der Gemeinschaftsgarten Teil des Wormser Stadtwandeln (Thematische Touren – in unserem Falle Biodiversität: Gemeinschaftgarten (Urban Gardening, Imkerei, Interkulturelles – intergeneratives Miteinander)

    15)  Zur Küche/Feuerstelle: haben Sie auf nebenan.de, bei Ebay-Kleinanzeigen oder in den Lokalblättern Anzeigen aufgegeben, was Sie für die Ausstattung noch brauchen? Da ja so viele Gruppen beteiligt sind, könnte das ja gut bekannt gemacht werden

    a.      Gartenhaus diesbzgl. bereits auf diesem Wege ausgestattet.

    b.      Hauptkosten entstehen durch die Küchenarbeitsfläche, Wasserinstallation

    c.      Geplant ist das entsprechende Geschirr, damit einmal eine ausreichende Grundausstattung vorhanden ist (insbesondere für Angebote mit größeren Gruppen [Ferienspiele, Schulen, Kitas, etc.]


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  • Wormser Gemeinschaftsgarten erhält Föderung von Hyundai und Caritas

    (Gu, alerts)

    Hyundai und Caritas fördern ehrenamtliches Engagement im Gemeinschaftsgarten / Für Menschen verschiedener Generationen und Kulturen

    Das Projekt „Wormser Gemeinschaftsgarten“ erhält 1.000 Euro aus dem Ehrenamtsfonds „Sozial couragiert“ von Hyundai und Caritas. Als Kooperationsnetzwerk dürfen sich die beteiligten Gruppen, Initiativen und engagierten Ehrenamtlichen über diese Anerkennung und Förderung freuen.

    Das im CaritasCentrum St. Vinzenz entwickelte Kooperationsprojekt „Wormser Gemeinschaftsgarten“ erhielt nach der ersten Auswahlrunde in diesem Frühjahr als eines von 22 Projekten aus ganz Deutschland den Zuschlag aus dem Ehrenamtsfonds „Sozial couragiert“. Bundesweit hatten sich 81 Projekte um Förderung beworben.

    Mit Hilfe ehrenamtlicher Unterstützung und der Ideen aller Aktiven wird der ca. 2500 qm große und bisher kaum genutzte Garten langsam aber sicher zu einem Ort der aktiven Teilhabe umgestaltet. Im Gemeinschaftsgarten können sich Menschen verschiedener Generationen und Kulturen beim gemeinsamen Tun – oder Nichtstun – begegnen. Denn ein Garten kann Menschen zusammenbringen, die sich sonst vielleicht nicht treffen würden.

    Sie lernen von- und miteinander, indem sie gemeinsam den Garten nachhaltig mitgestalten, pflegen und nutzen.

    So engagieren sich immer mehr unterschiedliche Menschen und Gruppen aktiv im Gemeinschaftsgarten. Sie bringen ihre Ideen und Fähigkeiten bei der Gartenpflege, kleinen Renovierungsarbeiten, Taschenmesserkursen, interkulturellen Picknicks oder dem Bienenprojekt ein. Sie sehen den Garten auch als ihren persönlichen Ort und übernehmen gerne Verantwortung dafür.

    Die Fördermittel werden nun genutzt, um Material für die weitere Instandsetzung und Bepflanzung des Gartens zu beschaffen.

    http://nibelungen-kurier.de/1-000-euro-fuer-einen-ort-der-aktiven-teilhabe/ (mehr …)