Schlagwort: Ziegenhagen

  • Ziegenhagen: Dorfgemeinschaftsgarten hat neue Koordinatorinnen

    (Antrag, Antworten)

    2024 hatte der Garten/die Gruppe es nicht geschafft, die abgelaufene Gemeinnützigkeit zu verlängern, dann ging die Hauptkkordinatorin woanders hin. Nun haben sich zwei Frauen aus der Gartengruppe gefunden, die den Garten koordinieren und Anträge stellen.

    Der Garten ist naturnah mit Blühflächen, Insektenhotels und Schutzecken für Kleintiere und Insekten angelegt.

    Wir organisieren die Anzucht der Jungpflanzen selbst. Hierfür kooperieren wir soweit möglich mit der Gärtnerei einer regionalen Solidarischen Landwirtschaft. Von einigen Pflanzen haben wir selbst Saatgut gewonnen und möchten das noch ausbauen.

    Das Jahr 2024 war für den Gemeinschaftsgarten ein Jahr mit Veränderungen.

    Jutta und Karin, zwei engagierte Gründungsmitgliederinnen, haben sich aus privaten Gründen zurückgezogen. Sie sind in Ihrem beruflichen Umfeld zu sehr beschäftigt bzw. mit ihrem Privatgarten komplett ausgelastet.

    Das geplante Kochen mit den Kindern und das Kohlessen mit den Landfrauen hat aus Mangel an Interesse seitens der Kinder und Landfrauen in 2024 leider nicht stattgefunden. Aber die Kürbisse zum Schnitzen zu Halloween haben die Kinder gerne und mit Freude genommen.

    Es fand ein Flohmarkt beim Dorfgemeinschaftshaus unter Beteiligung einiger Gärtnerinnen statt. Wir konnten zwei neue Mitgärtner*innen gewinnen und arbeiten daran, weitere Dorfbewohner*Innen zu begeistern.

    Wir sind derzeit 11 Menschen, von denen drei aber aus Altersgründen nicht mehr bei allem mitmachen können. Trotzdem übernehmen sie noch Aufgaben wie das Führen der Barkasse, das tägliche Gießen der Anzucht im Gewächshaus oder Arbeiten im Sitzen. Dafür sind wir sehr dankbar.   

    Es gab einige Anfragen nach „privaten“ Beeten, die wir jedoch abgelehnt haben, da wir uns explizit als Gemeinschaftsgarten verstehen.

    Wir treffen uns weiterhin am Mittwoch (wer kann) und am Samstag (alle) im Garten und besprechen die anfallenden Arbeiten. Samstags gibt es ab und zu Kaffee und Kuchen nach der Gartenarbeit, und es kommen manchmal interessierte Gäste aus dem Dorf einfach so vorbei. 

    Ab und zu kommt jemand von der Kerngruppe unter der Woche dazu, ein paar Stunden spontan im Garten zu arbeiten.

    Wir haben uns Gärtner*innen verschiedene Themen zugewiesen, auf die jede*r besonders achten wird, damit die anderen eine Ansprechperson haben:

    ·        Saatgutbeschaffung

    ·        Anzucht

    ·        Kompost

    ·        Gewächshaus gießen

    ·        Hütte ordnen

    ·        Rasen mähen

    ·        Gründüngungsbeete


    Wenn jemand in Urlaub geht oder krank ist, vereinbaren wir Vertretungen.

    Saatgut für 2025 haben wir aus privaten Mitteln vorfinanziert. Demnächst müssen wir eventuell noch Gartengeräte nachkaufen, da mit den zwei Gärtnerinnen demnächst auch Geräte den Garten verlassen werden.

      

    Auch diesen Sommer soll weiterhin die Ernte über unserem Eigenbedarf den Dorfbewohner*innen gegen eine Spende an der Straße angeboten werden.

    Auch die Ernte des außerhalb des Dorfes liegenden Bio-Kartoffelackers (Projekt der AG Nachhaltiges Ziegenhagen) wird vor dem Tor des Gemeinschaftsgartens an die Dorfbewohner verkauft. Dadurch bekommt der Gemeinschaftsgarten noch mehr Aufmerksamkeit im Dorf.

    Wie viele (Gemüse)Beete gibt es und wie groß sind diese?
    Es gibt 4 Quadranten A, B, C, D mit jeweils 10 bzw. 11 Gemüsebeeten, also insgesamt 42 Beete und eine Kräuterspirale in der Mitte. Die Beete sind alle ca. 75 cm breit und die unteren Beete sind ca. 8-10 m lang, die oberen (B und C) etwas kürzer. Unsere Wege sind ca. 40cm breit. Auf dem Quadranten C bauen wir in diesem Jahr vor allem Gründüngung und Wildblumen an.

    Wie macht ihr auf den Garten und die Mitmachmöglichkeiten aufmerksam, wie bekannt ist der Garten in Ziegenhagen?
    Ein Wort zum Dorf selbst. Ziegenhagen hat ca. 600 Einwohner und ist ein „Sackgassendorf“, kein Durchgangsverkehr. Es gibt keine Geschäfte zum Einkaufen und nur wenige selbständige  Betriebe.

    Diese außergewöhnliche Lage macht es interessant für engagierte Menschen, die einen besonderen Ort zum Leben suchen. Daher gibt es auch Interesse an einem Gemeinschaftsgarten, was eher ungewöhnlich ist für einen Ort mit überwiegend Einfamilienhäusern, welche fast alle über einen privaten Garten verfügen.

    In Ziegenhagen kennt praktisch jede und jeder den Gemeinschaftsgarten, denn er liegt sehr präsent mitten im Ort an der Straße, und ist direkt auf dem Holzschild über dem Eingang erkennbar.

    Es gibt ein Kästchen mit einer Info-Postkarte am Eingangstor, die zum Mitmachen einlädt. Viele Menschen im Ort äußern immer wieder, sie würden ja gerne kommen, wenn sie nur Zeit hätten.  

    –       Mit welchen Gruppen kooperiert ihr/können auch Gruppen den Garten nutzen?
    Über die AG nachhaltiges Ziegenhagen sind wir immer im Gespräch mit Anderen, werben Menschen zum Mitmachen. Weiter gibt es auch Signal Dorfgruppen, in denen wir im Kontakt mit anderen Dorfbewohnen suchen.
    Der Kontakt mit den Landfrauen wurde wiederholt angeknüpft, war jedoch bislang nicht so fruchtbar. Wir haben Kontakte zum Landwirt, der die Kartoffeln für das Dorf anbaut.
    Wir kooperieren mit der Gärtnerei einer regionalen Solidarischen Landwirtschaft. Wir wollen Kontakt aufnehmen zu der Saatgut-SoLawi für SoLawis, von denen eine direkt in Witzenhausen entstehen soll.
    Es gab schon Geburtstagsfeiern im Garten und wir sind offen für Gruppen, die den Raum nutzen möchten. Den Kontakt zum Kindertreff und zu den Landfrauen werden wir halten und einen neuen Versuch starten.  

    –       Wie groß ist die Kerngruppe, sind das die 11 Menschen? Sind auch Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte im Garten dabei?

    Die Kerngruppe sind momentan 11 Menschen, ja. Wir haben in Ziegenhagen nur eine sehr begrenzte Anzahl von Menschen mit Migrationsgeschichte. „Unser Syrer“ hat selbst einen großen Permakulturgarten vor dem Haus seiner WG. Von der ukrainischen Familie kam noch kein Interesse, möglicherweise lieg das am Alter (Jugendliche) und an der Gesundheit (Senioren) oder der Sprache. Die meisten von uns sind jedoch innerdeutsche bzw. europäische Migranten, ein sehr aktives Paar aus den Niederlanden, zwei aus Berlin, eine aus dem Rhein-Main-Gebiet, zwei  vom Niederrhein, etc.   

    –       Wie hoch sind die Spendeneinnahmen im Schnitt? Welche anderen Finanzierungsquellen habt ihr? Macht ihr z.B. Veranstaltungen mit Spendenbox für den Garten? Habt ihr lokale Unternehmen nach Unterstützungsmöglichkeiten gefragt? Könnte eure Mitgliedsbeitrag für den Trägerverein nicht doch auch für die Ausgaben des Gartens genutzt werden? Oder wäre es möglich, dass die Gärtner*innen sich doch auch an den Kosten beteiligen?

    Wir haben uns bisher v.a. auf die Anstiftung und auf die Einnahmen aus dem an der Straße angebotenen Gemüse verlassen. An Spenden kamen in den letzten beiden Jahren im Schnitt ca. 220€ zusammen. Wir haben bisher keine Veranstaltungen gemacht. Im Moment sieht sich die Gartengruppe dazu nicht in der Lage. Das kann sich aber wieder ändern.

    In Ziegenhagen gibt es einen Verlag und mehrere Landwirte sowie Ferienunterkünfte. Den Verlag haben wir angefragt, aber bislang nichts bekommen. Jede/jeder Gärtner*in hat schon immer einen persönlichen Beitrag eingebracht im Form von Pflanzenspenden, Geräten, Geschirr, Besteck, Handtüchern und allem, was im Garten gebraucht wird.
    Den Verein Nachhaltiges Ziegenhagen können wir mal fragen, ob wir unsere Beiträge auch für den Garten ausgeben dürfen. In diesem Jahr sammeln wir tatsächlich schon 30€ pro Gärtner*in ein, um unsere Kosten zu decken.

    –       Seid ihr auf nebenan.de aktiv, darüber bekommen manche Gärten auch einiges an Materialien

    nebenan.de ist eine gute Idee. Für unser Dorf und ein paar umliegenden Dörfer gibt es das erst seit knapp zwei Jahren und die Seite ist noch nicht sehr belebt.
    Wir haben in den letzten Jahren Materialien und Dienstleistung „auf Zuruf“ oder vom Verpächter bekommen, z.B. die Reparatur der Dachrinne, Schilderstöcke oder Holzhackschnitzel für die Wege. Wir werden uns abstimmen, ob wir auf nebenan.de aktiver werden können.

    –       Was passiert mit der Ernte (die ihr nicht spendet)?

    Die Ernte ist primär für den Eigenverbrauch. Verstärken wollen wir die Vorratshaltung für den Winter. Dazu sind wir auf der Suche nach besseren Lagermöglichkeiten.

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  • Ziegenhagen: GG hat neue Kooperationen und Anknüpfungspunkte gefunden

    (Antrag, Antworten)

    Mit der fünften Gartensaison geschieht einiges Neues auf dem Gelände.

           Die Weichen für eine Kooperation mit der örtlichen Eltern-Kindgruppe „Kindertreff“ sind gestellt. Um Kinder und junge Eltern im Gemeinschaftsgarten willkommen zu heißen und zu einer Mitarbeit einzuladen, sind dieses Jahr 2 Beete reserviert, damit Kinder selbst gärtnerisch aktiv werden können.

           Zwei Frauen aus dem Gartenteam sind Mitglieder bei den Gruppe der Landfrauen geworden. Die örtliche Gruppe der Landfrauen veranstaltet jedes Jahr ein Kohlkopf-Essen. Dieses Jahr wird der Kohl dafür im Gemeinschaftsgarten angebaut.

           Das Market-Garden Konzept, das zwar bereits eingeführt war, jedoch nicht von allen konsequent umgesetzt wurde, wird in diesem Jahr endlich zur Erleichterung aller wirklich durchgängig angewendet.

           In den vergangenen Jahren haben wir immer auf einem Viertel der Fläche Kartoffeln angebaut. In diesem Jahr startet nun auch auf Anregung unseres Teams ein neues Projekt im Dorf: der Dorf-Kartoffelacker. Auf einer Fläche von 2.500 m², die ein ortsansässiger Bio-Landwirt zur Verfügung stellt, werden von einem eigenständigen Team Kartoffeln für das Dorf angebaut. Wir freuen uns riesig darüber!

           Seit Anfang des Jahres sind nun zwei Frauen aus dem Team „Projektköpfe“. Dies hat sich bereits bewährt und zu Entlastung geführt.

           Auch haben wir zwei Menschen im Team, die sich um eine professionellere Anbauplanung kümmern. Für diese wird sehr vereinfacht die Planung aus einer regionalen SoLaWi übernommen.

           Für unser Team, für die Zusammenarbeit mit der Eltern-Kind-Gruppe und die Landfrauen, aber auch für interessierte Gäste, möchten wir eine gute und dauerhafte Beschilderung der Beete und Anbauflächen erstellen.

    Es gibt weiterhin zwei feste Gartentermine in der Woche an denen gemeinsam gegärtnert wird und zu denen auch Neue eingeladen sind. Einmal in der Woche machen wir einen Rundgang, bei dem wir besprechen, welche Arbeiten im Laufe der Woche anliegen.

    Die Anbauweise ist organisch biologisch – das verwendetet Saatgut biozertifiziert und samenfest (reproduzierbar). Der Garten ist naturnah mit Blühflächen, Insektenhotels und Schutzecken für Kleintiere und Insekten angelegt.

    Wir haben die Anzucht der Jungpflanzen selbst organisiert, hierfür kooperieren wir teilweise mit der Gärtnerei einer regionalen Solidarischen Landwirtschaft. Von einigen Pflanzen haben wir bereits im ersten Jahr selbst Saatgut gewonnen.

    Ja, Sie sprechen ein sensibles Thema an. Menschen dauerhaft an den Garten zu binden bez. die Kerngruppe zu vergrößern ist ein Prozess…..

    Unsere Kerngruppe umfasst zu Zeit 7- 8 Menschen. Ca. 5 weitere Menschen flattern rein und raus. Unverbindlich, aber doch interessiert.

    Fluktuation ist eigentlich nicht unser Problem. Ja, einzelne Menschen sind aus unterschiedlichen Gründen gegangen. Die Kerngruppe ist aber seid Jahren stabil. Sich für weiter Menschen zu öffnen und aktiv Menschen zu motivieren im Garten mitzuwirken ist daher jetzt dran. 

    Wir gehen auf Kindertreff und Landfrauen zu um die Kern und Gründungsgruppe zu verstärken, aber auch um die Vernetzung im Dorf voranzubringen. Die Landfrauen sind im ländlichen Raum nicht wegzudenken. Sie sind Multiplikatoren im Dorf und haben den Auftrag das Wissen für eine gute, gesunde Ernährung weiterzugeben. Ich bin davon überzeugt das wir mit unserem regenerativen, biologischen Anbaukonzept da weiterhelfen können ;-).   

    Akzeptanz für den Gemeinschaftsgarten ist erst jetzt, nach einigen Jahren, im Dorf da. Der Garten liegt mitten im Ort. Neugierig verfolgen Nachbarn und Bewohner was sich im Garten tut – wo uns die Arbeit und das Zusammensein gut gelingt und wo wir scheitern. Öffentlichkeitswirksam ist der Garten auf jeden Fall – Zaungäste gibt es reichlich… .

    Isoliert darf der Garten aber nicht betrachtet werden. Wir sind ein Projekt der AG nachhaltiges Ziegenhagen. Unter dem Dach dieses Vereins findet Dorfentwicklung statt. Klassiker wie Büchertelefonzelle, Dorfzeitung oder Dorfflohmarkt sind hier entstanden und auch der schon erwähnte ( Bio) Kartoffelacker.

    Diese Gruppe umfasst ca. 70 Menschen – mehr oder weniger aktiv!

    Wir hoffen die “ neuen GärtnerInnen“ durch niedrigschwellige Einladungen zu erreichen. Wir gehen mit konkreten Angeboten auf die Menschen zu und holen sie dort ab wo sie sind. Es muss erst mal ganz leicht sein. Öffentlichkeitsarbeit.

     – Für die Kinder bauen wir Kürbisse an um diese später bei einem Kürbisfest gemeinsam zu ernten und zu verarbeiten. (Kürbis schnitzen und Suppe kochen). Auch haben wir zwei “ Kinderbeete“ angelegt auf denen Gemüse für eine geplante Kochaktion angebaut wird. Hier ist das Ziel das wir eine Gruppe von Kindern motivieren können in den nächsten Jahren diese Beete selber zu betreuen – dafür braucht es vor allem die Eltern….

     – Die Landfrauen bekommen eine Gartenführung mit Kaffeeklatsch. Auch hier bauen wir für ein traditionelles Kohlessen im Dorf, das einmal jährlich im Herbst stattfindet, Weißkohl im Garten an. Die Landfrauen werden diesen Kohl selber ernten und wir Gärtnerinnen können bei der folgenden Veranstaltung sicherlich drauf aufmerksam machen wo der Kohl diese Jahr herkommt. Und klaro – zum Kohl gibt es die Biokartoffel vom neuen Kartoffelfeld :-). 

    Der Garten wird also „diverser“. Dafür braucht es Struktur. Eine Beschilderung wäre hilfreich. Mit dem Versuch einer selbstgebastelten Beschilderung sind wir leider nicht gut weitergekommen. Um eine langfristig haltbare Lösung zu erreichen würden wir daher gerne etwas im Fachhandel besorgen. Als Gärtnerin einer solidarischen Landwirtschaft könnte ich da etwas passendes, praxistaugliches besorgen. 

    Unsere Gartengeräte bewahren wir in einer “ Hütte“ auf. Diese stand halbzerfallen auf dem Grundstück. Eine unsere ersten Aktionen war es dies Hütte zu entrümmpeln und instand zu setzen (Dach repariert, Boden gelegt).

    Geräte, Kulturschutznetz und natürlich allerlei Geraffel was zum Gartenalltag gehört können dort nun geschützt aufbewahrt werden. Jochen, unser 83 jähriger Mitgärtner, hat die Rolle des Hausmeisters angenommen und schaut drauf das alle Geräte abends wieder sauber in der Hütte stehen. Auch eine kleine Draußenküche befindet sich in dieser Hütte. Ein Sammelsurium an gebrauchten Dingen, Geschirr und Töpfe ermöglicht es uns jederzeit nicht nur Kaffee und Tee zu kochen.

    Bis jetzt waren wir in der glücklichen Situation das für die GärtnerInnen keine belastenden Kosten angefallen sind. Wir sind alle Mitglieder im Verein für Nachhaltigkeit in Ziegenhagen e.V. und führen dort kleinere Beiträge ab. Die Verwendung der Beiträge ist noch nicht ganz geklärt. Wir refinanzieren damit z.B. die Druckkosten der Dorfzeitung oder Plakate und Fleyer für den Dorfflohmarkt.

    Gemüse das über den Eigenbedarf hinaus anfällt stellen wir gegen Spende an die Straße. Auch haben wir Einnahmen durch z.B. die offene Gartenpforte erzielen können. Bei der Veranstaltung wurde Kaffee und Kuchen gegen Spende angeboten.  Der Verein  für Regionalentwicklung hat den Garten mit einem elektrischen Rasenmäher und einem Gewächshaus gefördert in dem unsere Anzucht steht. Hier war bei der Anschaffung 20% der Kosten als Selbstbeteiligung von den GärtnerInnen nötig.  Sach und Geldspenden kommen von Menschen aus dem Dorf die unsere Aktion klasse finden, sich aber anders nicht beteiligen können. Auch MitgärtnerInnen haben mit Spenden weitergeholfen. Alle Arbeit im Garten findet ehrenamtlich statt. 

    Den größte Teil der laufenden Kosten und Anschaffungen trägt aber seid Jahren die Anstiftung. Wir haben einige Menschen bei uns im Garten für die es hilfreich ist das keine Kosten für die Nutzung vom Garten anfallen. 

    Auch aus diesem Grund würden wir uns sehr freuen eine weitere Förderung zu erhalten.

     


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  • Ziegenhagen: Market Gardening und Team formiert sich

    (Bericht)

    An einem Saatgutkurs des Lehr- und Lerngartens der Uni Witzenhausen haben vier aus unserem Team teilgenommen, wodurch wir bereits begonnen haben selbst Saatgut zu gewinnen.
    Eine Selbstversorgung mit Gemüse war fast ganzjährig möglich. Auch hat das Wissen um den
    Selbstversorgergarten bei der Gruppe zugenommen. Die Kerngruppe zeigt die Bereitschaft sich weiteres Wissen anzueignen und weiterzugeben z.B. Konzept Market Garden.
    Die Wasserversorgung war aufgrund des vielen Regens im vergangenen Jahr gut gewährleistet, mit den geförderten Wasserbehältern haben wir für mögliche zukünftige Trockenperioden vorgesorgt.
    Wir hatten im Jahr 2022 beschlossen, nach dem Market Garden Konzept anzubauen. Bei der Umsetzung zeigte sich, dass besonders für „alte“ Gärtner diese Umstellung zum Teil eine große Herausforderung darstellte.

    Einen großen Beitrag zum Gelingen des Gartens trägt eine gelernte Gemüsegärtnerin, die sich von Anfang an mit Ihrem Wissen, viel Zeit und praktischer Arbeit für den Garten stark gemacht hat. Auch zeigt sie sich weiterhin verantwortlich als Projektkopf. Diese ganzen Rollen wurden für eine Person überfordernd. Daher hat das Projekt nun zwei Projektköpfe plus zwei weitere Menschen die sich für eine übersichtliche Anbauplanung verantwortlich zeigen. Die anfallenden Aufgaben sollen zukünftig auf mehr Schultern verteilt werden. Wir erhoffen uns dadurch, Wissenshierachien schneller abzubauen und mehr Menschen in Verantwortung zu bringen.
    Auch gibt es die Idee, mit einer örtlichen Kindergruppe zu kooperieren, damit junge Menschen – Familien im Garten ankommen

    Konflikte in der Gruppe gab es auch (Sichtweisen auf Corona z.B., politische Ansichten), sie haben ein moderiertes Treffen dazu gehabt und das besprechbar gemacht, so dass es wieder zu einem besseren Miteinander kam.

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  • Ziegenhagen: Gemeinschaftsgarten auf dem Dorf

    (Antrag)
    der Garten geht in die vierte Saison, es sind kontinuierlich 10 – 15 Menschen (mit ein bisschen Wechsel) dabei, die den Garten gemeinschaftlich bewirtschaften.
    Sie haben eine zweite Hütte geschenkt bekommen oder das Material dafür, in der sie nun auch bei schlechtem Wetter ihre Teamtreffen machen. Sie haben auch ein Gewächshaus aus einer Förderung und Spendengeldern finanziert.
    Es gibt 2 Gartentage pro Woche.
    Sie haben begonnen, mach dem Market Garden Konzept zu gärtnern und ziehen ihre Jungpflanzen selber an. Um den Bereich der Saatgutgewinnung auszubauen, nehmen 3 Gärtner*innen an einer Schulung teil (mehr …)

  • Ziegenhagen: GG wächst

    (Sachbericht)

    Der Gemeinschaftsgarten in Ziegenhagen hat sich 2021 weiter strukturieren können. Anbauplanung und Flächenbelegung waren eine Herausforderung für die Gruppe. Damit alle Beteiligten nachvollziehen können, wann welche Arbeiten anfallen und wo welche Kulturen in welcher Fruchtfolge stehen, haben wir uns diesen Themen weiterhin angenommen. Auch in 2022 werden wir an der Anbauplanung tüfteln müssen bis wir die nötigen Informationen gut dokumentiert haben und eine für alle Gärtner*innen nachvollziehbare Planung steht.

    Die Kerngruppe bleibt weiterhin stabil. Auch kommen immer wieder Menschen mit Interesse am Garten hinzu. Die Gruppe wächst aber nur langsam. Wir haben uns ein paarmal im Winter außerhalb vom Garten getroffen um die kommende Saison vorzubereiten und unsere Stimmungsbilder/Befindlichkeiten zum Garten zu teilen. Wir haben uns mit Bodenbiologie beschäftigt und den Entschluss gefasst, zukünftig nach dem Market Garden Konzept eine regenerative Praxis zu etablieren. 

    Der Gemeinschaftsgarten ist grundsätzlich im Dorf angekommen und wird von vielen Einwohnern wohlwollend angenommen . Er bereichert das Dorfbild und sorgt für Diskussionen. Dadurch entsteht Lebendigkeit und Kommunikation und lässt das Interesse am Garten sichtbar werden.

    Auch konnten wir 2021 ein Gewächshaus für unserer Jungpflanzenanzucht aufbauen – gefördert durch den Verein für Regionalentwicklung des Werra-Meißner-Kreises. 

    An vielen der Veranstaltungen des Gartennetzwerkes haben einige der Aktiven teilgenommen, die Gespräche und der Erfahrungsaustausch sind immer wieder sehr hilfreich.


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  • GG in der Dorfmitte: Ziegenhagen

    (Antrag, Antworten)

    Im Herbst 2019 kamen die Organisator*innen eines Mittagstischs für das Dorf Ziegenhagen auf die Idee, das Gemüse dafür selber anzubauen. Sie bekamen für das Gartenprojekt eine private Wiesenfläche in der Dorfmitte kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie sind 10 – 15 Leute, haben Hochbeete gebaut und aus dem alten Hühnerstall eine Hütte gemacht. Schon im ersten Jahr haben sie ihr Saatgut selber vermehrt. Sie sind in Kontakt mit den Biosaatgutbetrieben in der Region.

    – Nach unserem erfolgreichen ersten Jahr sind wir gerade dabei, einen Vertrag mit den Eigentümern zu erarbeiten. Margot und Jochen Hellwig sind Ende 70 und 81 Jahre alt, beide sind sehr fitte, aktive und gewertschätzte Mitglieder des Gärtner*innen-Teams. Sie stammen aus Ziegenhagen bzw. dem Nachbarort. Alle haben ein Interesse, eine langfristige Nutzung vertraglich zu regeln.

    – Alle Beete bewirtschaften wir gemeinsam. Wir haben einen Anbau- und Pflanzplan, der in der Hütte aushängt. Der bewirtschaftete Teil des Gartens ist in vier Felder je 100 m2 aufgeteilt, die aus jeweils 7-8 Beeten bestehen. Zusätzlich gibt es 2 Hochbeete und ein überdachtes Tomatenbeet.

    – Der Mittagstisch kann ja seit einem Jahr wegen Corona nicht stattfinden, wir hoffen, dass wir dieses Jahr wieder loslegen können. Daher ist das Gemüse für alle Gärtner*innen (Selbstversorgergarten) und Überschüsse werden gegen Spende an die Straße gestellt.

    – Die Materialien und Geräte haben in der renovierten Hütte Platz, zu der Alle aus dem Team jederzeit Zugang haben. Anders als in vielen Städten brauchen wir kein Schloß.

      – Am Rande des Gartengeländes fließt einer der drei Bäche, die Ziegenhagen hat. Daraus nehmen wir zur Zeit das Wasser. Wir wollen die Entnahme jedoch mehr und mehr durch Regenwasser ersetzen, da der Bach durch Trockenheitsperioden manchmal wenig Wasser führt.

    – Wir haben im letzten Jahr durch Spenden aus dem Dorf und das abgegebene Gemüse alle Kosten decken können.


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