(Gu, Mail 22.5.)
Auf dem ehemaligen Exerzierplatz der Turley-Kaserne in Mannheim ist das Gräsertheater entstanden. Ein Gartenprojekt, das auch Theater-Ort ist. Hier werden in Hochbeeten Gräser, Blumen, aber auch Erdbeeren, Rhabarber und andere essbare Pflanzen angebaut.
Kontext: „Erstmalig beschloss der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes zum Jahresende 2012, dem Fonds Darstellende Künste zusätzliche Mittel in Höhe von 600.000 Euro bereitzustellen und folgte damit der Begründung der Gremien des Fonds sowie der Empfehlung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages.
Mit dieser einmaligen Förderung wurde das Sonderprojekt «Theater im öffentlichen Raum» bundesweit ausgeschrieben, für das 165 Gruppen Projektanträge einreichten. Die zu fördernden Projekte aller Genres der darstellenden Künste sollen Un-Orte zu theatralen Wirkungs- und zeitweiligen neuen Lebensräumen transformieren und zu nachhaltigem Bewusstsein für die ursprüngliche Bedeutung dieser Un-Orte sowie zu Diskursen über kreative neue Nutzungskonzepte anregen. Im Fokus steht dabei die experimentelle Eroberung und Bespielung von Un-Orten in Kommunen und dem ländlichen Raum – im Kontext aktiver Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern aller Generationen sowie zivilgesellschaftlicher Initiative“
Das Gräsertheater ist eins der Projekte. Es handelt sich dabei um eine Zwischennutzung – unter der Fläche wird eine Tiefgarage gebaut.
Nach den Aufführungen soll das Gartenprojekt den BürgerInnen übergeben werden und dann dorthin gebracht werden, „wo sie es haben wollen“. Es gibt schon ein Gruppe, die das Projekt weiter machen will. Das sind Leute, die dann auch auf dem Gelände wohnen werden. Bis September kann der Garten auf jeden Fall noch dort bleiben. Dann wird er umgesetzt (alles auf paletten) und wird dann in die Grünflächengestaltung integegriert.
Ein Artikel zu dem Projekt: http://www.morgenweb.de/mannheim/stadtteile/buhne-frei-fur-das-grasertheater-1.1700696
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